Brief an die Schulen

Informationen zum Stand der Weiterentwicklung der externen Evaluation

Sehr geehrte Schulleiterin, sehr geehrter Schulleiter,

sehr geehrtes Schulleitungsteam, sehr geehrte Lehrkräfte,

als Konsequenz aus den Ergebnissen der Online-Befragung „Mehr Zeit für gute Schule“ hat das Niedersächsische Kultusministerium (MK) Änderungen für die Instrumente der externen Evaluation angekündigt. Das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) wurde beauftragt, das Inspektionsverfahren weiterzuentwickeln mit dem Ziel, die Wirksamkeit und den Nutzen für die Schulen zu erhöhen. Im Zentrum der Betrachtung soll noch mehr als bisher der Unterricht stehen. Hierbei gibt die Schule vor, welche ihrer unterrichtsbezogenen Entwicklungsschwerpunkte im Verfahren evaluiert werden sollen. Dabei wird der dialogische Ansatz die Zusammenarbeit bestimmen.

Mit dem heutigen Schreiben möchten wir Sie über den aktuellen Arbeitsstand der Weiterentwicklung der externen Evaluation informieren; weitere Informationen werden in regelmäßigen Abständen folgen. Es ist zu beachten, dass sich Formulierungen und Begrifflichkeiten im Entwicklungsprozess noch ändern können.

Die Weiterentwicklung des Inspektionsverfahrens zu einer fokussierten Betrachtung schulischer Entwicklungsziele erfolgt seit Beginn des Jahres 2017. Ab März 2017 werden mit einzelnen Schulen die ersten entwickelten Elemente und Instrumente erprobt. Danach werden in einem Pilotverfahren, das den Zeitraum bis Ende des Jahres 2017 umfassen wird, diese Elemente und Instrumente sowie die konkrete Zusammenarbeit von Schule und Inspektionsteam umfänglicher in den Blick genommen. Dabei werden auch Fachleute aus Schulen, Schulaufsicht, Beratung und Unterstützung, Studienseminaren sowie Wissenschaft eingebunden.

Die folgende Grafik gibt Ihnen einen kurzen Überblick über die Phasen der zukünftigen Zusammenarbeit von Schule und externer Evaluation des NLQ.

Ausgangspunkt der Evaluation ist ein von der Schule festgelegtes Entwicklungsziel (oder auch mehrere Entwicklungsziele), das auf der Unterrichtsebene beobachtbar ist oder einfacher gesagt, ein Entwicklungsziel, das sich auf den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler erkennbar auswirkt.

Die Schule gestaltet den Prozess aktiv mit: bei der Festlegung auf Betrachtungsschwerpunkte und bei der Planung der Unterrichtsbeobachtungen.

Durch zwei Reflexionsphasen soll die Schule gestärkt werden, ihren Prozess der Schul- und Unterrichtsentwicklung zu initiieren, zu vertiefen und vor allen Dingen kontinuierlich zu betreiben.

Die folgende Grafik stellt den Ablauf der ersten Phase (Auftakt) des weiterzuentwickelnden Verfahrens dar.

  • Die Schule erhält vom NLQ eine schriftliche Ankündigung mit einer kurzen Information über den Ablauf der externen Evaluation.
  • Ca. eine Woche nach der Ankündigung nimmt das Evaluationsteam telefonischen Kontakt mit der Schulleitung auf und es wird ein Termin für ein Vorgespräch in der Schule verabredet.
  • In einem ausführlichen Vorgespräch werden die allgemeine Situation der Schule und die schulprogrammatische Arbeit besprochen, die möglichen Fokusthemen (s. u.) erläutert sowie die Auftragsklärung geplant, die ca. vier bis sechs Wochen später stattfinden wird. An dieses Vorgespräch kann sich auf Wunsch der Schule auch eine Informationsveranstaltung für die gesamte Schulgemeinschaft anschließen.
  • Die Intention der Auftragsklärung ist es, dass die Schule zusammen mit dem Evaluationsteam die Ziele der Evaluation festlegt und die Rahmenbedingungen des Verfahrens vereinbart. Die Wünsche und Bedürfnisse der Schule sind hierbei ausschlaggebend.

Zum Start des weiterentwickelten Evaluationsverfahrens können noch nicht alle denkbaren Entwicklungsschwerpunkte evaluiert werden. Die folgenden Themen werden zunächst angeboten, weitere Themen befinden sich in der Vorbereitung:

  • Individualisertes Lernen
  • Medienbildung
  • Durchgängige Sprachbildung
  • Leistungsorientierung
  • Fachbezogene Unterrichtsentwicklung in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch

Ca. sechs bis neun Monate nach der Auftaktveranstaltung besucht das Evaluationsteam die Schule. Die konkrete Terminfestlegung erfolgt in gemeinsamer Absprache. Für die vereinbarten Beobachtungsschwerpunkte bzw. Entwicklungsziele werden Unterrichtsbeobachtungen durchgeführt. Die Ergebnisse der Beobachtungen werden unter Teilnahme der Schulaufsicht vorgestellt, analysiert und reflektiert mit dem Ziel, die gewonnenen Erkenntnisse für die weitere Unterrichtsentwicklung und Prozessgestaltung zu nutzen.

Nach diesem Evaluationsbesuch hat die Schule ca. 6 Monate Zeit, in eigener Verantwortung die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen zur Erreichung der festgelegten Entwicklungsziele zu prüfen.

In einem abschließenden Gespräch mit dem Evaluationsteam, an dem auch die Schulaufsicht teilnimmt, werden die Erkenntnisse und Erfahrungen im Verlauf des Entwicklungsprozesses reflektiert.

Der Zeitraum der Zusammenarbeit von Schule und Inspektionsteam umfasst maximal 18 Kalendermonate.

Über den Ablauf der nächsten Evaluationsphasen informieren wir Sie vor der Sommerpause.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Elke Richlick

Präsidentin

 

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