Basiskonzept Steuerung und Regelung

 

Blüten können sich öffnen und schließen. In Zeitrafferaufnahmen wird diese Bewegung der Blütenblätter deutlich. Dabei haben Pflanzen gar keine Muskeln.

Auch die Spaltöffnungen an der Unterseite der Blätter öffnen und schließen sich regelmäßig. 

Beide Phänomene haben die gleiche Ursache: Gezielte Veränderungen des osmotischen Drucks in den beteiligten Zellen bewirken einen Wassereinstrom in die beteiligten Zellen. Dadurch werden die Zellen praller und wölben sich in Richtung der dünnsten der ungleichmäßig verdickten Wände. Bei der Blütenbewegung ist das mit bloßem Auge sichtbar, weil es in vielen Zellen synchron verläuft.

Aber auch die Tatsache, dass Wasser von den Wurzelzellen aufgenommen wird und in Richtung des Zentralzylinders weitergegeben wird, hängt mit den in diese Richtung steigenden osmotischen Werten zusammen.

Entsprechenderweise haben Pflanzen, die auf salzhaltigen Böden wachsen, wesentlich höhere osmotische Werte. Manche dieser Halophyten besitzen sogar spezielle Salzdrüsen, mit denen sie überschüssiges Salz loswerden können.

Auch für Tiere ist es wichtig, dass der osmotische Haushalt reguliert wird. In Süßwasser lebende Pantoffeltierchen würden durch den ständigen Wassereinstrom platzen, wenn sie nicht ihre kontraktilen Vakuolen hätten. Und auch die Tatsache, dass unsere Tränen oder unser Schweiß salzhaltig sind, hat mit Osmoregulation zu tun.

 

Inhaltsbezogene Kompetenzen
 Die Schülerinnen und Schüler...
  • erläutern Regulationsprozesse bei Zellen (osmotische Regulation). 
 Quelle: Kerncurriculum Biologie für die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe in Niedersachsen 2017
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