Demokratie lernen – Grundschulen als Schlüsseleinrichtungen der Demokratiebildung

„Demokratie muss gelernt werden, um gelebt werden zu können.“
(Kurt Gerhard Fischer)

Wirksame und dauerhafte Demokratiebildung mit Kindern bedarf sowohl des Engagements, des Wissens und der Kompetenz von Lehrkräften als auch demokratiefreundlicher Rahmenbedingungen an den Schulen. Schulen sollen Kindern die Möglichkeiten bieten, sich mit dem Thema Demokratie zu beschäftigen und sich tatsächlich zu beteiligen.
Zu diesem Zweck werden die Entwicklung innovativ-kreativer, digitaler Unterrichtsmate-rialien, die Konzeption begleitender Lehrerfortbildungen sowie die Erforschung der Rahmenbedingungen einer demokratischen Schulkultur auf eine neue Art miteinander verknüpft. Das Projekt ist eine Kooperation des Niedersächsischen Kultusministeriums, des Nie-dersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) und des Göttinger Instituts für Demokratieforschung.

Bestandteile des Projekts

1.    Digital aufbereitete Unterrichtsmaterialien zur Demokratieerziehung in der Grundschule
Das Göttinger Institut für Demokratieforschung entwickelt in Kooperation mit dem Nieder-sächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) weitere Unterrichtsmaterialien in Nachfolge der bereits vorliegenden „Arbeitsblätter zur Demokratieerziehung in der Grundschule“. Diese werden in digitaler Form mit zusätzlichem Medienmaterial veröffentlicht.

2.    Fortbildungen
Um möglichst viele Kinder im Grundschulalter zu erreichen und eine umfassende sowie dauerhafte Demokratiebildung an Niedersachsens Grundschulen zu etablieren, sollen niedersächsische Grundschullehrkräfte zu unterschiedlichsten Aspekten der Demokratievermittlung an Kinder (Kinderdemokratie) und konkret zu den digital aufbereiteten Unterrichtsmaterialien zur Demokratieerziehung fortgebildet werden.

3.    Erforschung der Rahmenbedingungen für Demokratiebildung an Grundschulen
Da es derzeit kaum wissenschaftlich gesicherte Informationen darüber gibt, wie und unter welchen Umständen Demokratiebildung an Grundschulen besonders erfolgreich und nach-haltig wirksam sein kann, will dieses Projekts die notwendigen Voraussetzungen und förderli-chen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Demokratiebildung erforschen. Zudem soll die Wirkung der neuen digitalen Unterrichtsmaterialien untersucht werden.
Die von der Politikwissenschaft bislang vernachlässigte Demokratievermittlung an Grund-schulen soll dabei grundlegend überprüft werden und daraus resultierende Forschungsergebnisse sollen direkt in die Materialien, die Lehr- und Lernprozesse und die Schulpraxis einfließen.

Kooperationspartner


 

Demokratie lernen – Fortbildungsangebote für Lehrkräfte

Wirksame und dauerhafte Demokratiebildung mit Kindern bedarf des Engagements, des Wissens und der Kompetenz von Lehrkräften ebenso wie demokratiefreundlicher Rahmenbedingungen an den Schulen. Zu diesem Zweck bietet das Göttinger Institut für Demokratieforschung in Zusammenarbeit mit dem Nds. Kultusministerium und dem Nds. Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) Fortbildungen an. Darin werden Lehr- und Betreuungskräfte gemeinsam darin geschult Kindern die Grundlagen der Demokratie zu vermitteln. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen, sondern um die fächerübergreifende und –verbindende Befähigung der Kinder; auch sollen Kinder Entscheidungsprozesse und in der Demokratie relevante Verfahren kennen lernen – als Basis für eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben.

Die Fortbildungen richten sich an alle interessierten Grundschullehr- und Betreuungskräfte im Ganztagsbereich in der Veranstaltungsregion: Braunschweig, Wolfenbüttel, Peine, Salzgitter. Im Idealfall nehmen aus interessierten Schulen ganze Teams aus Lehr- und Betreuungskräften teil, die dann gemeinsam das Thema Demokratiebildung in ihren Schulen verankern.

Termine und Inhalte

Modul 1 VA 17.06.71 (07.02.2017, 15:00 Uhr – 08.02.2017, 16:00 Uhr): Einführung „Kinder und Demokratie“, Arbeit mit den Arbeitsblätterheften
Modul 2 VA 17.14.70 (04.04.2017, 09:00 Uhr – 05.04.2017, 16:00 Uhr): Reflexion der eigenen Praxis, Umgang mit den digitalen Arbeitsblättern
Modul 3 VA 17.48.70 (28.11.2017, 10:00 Uhr – 28.11.2017, 16:00 Uhr): gemeinsame Abschlussveranstaltung

Bitte beachten Sie, nach erfolgreicher Anmeldung in Modul 1, ist eine Anmeldung in den Folgemodulen nicht mehr notwendig!

Planspielfortbildung

Optional Modul (August/ September 2017, 09:00 Uhr – 16:00 Uhr): Planspielfortbildung Zwischen den Modulen ist die Arbeit an praxisbezogenen Aufgaben vorgesehen. Für das Zertifikat ist von jedem Teilnehmenden ein Anwendungsbeispiel auszuarbeiten, durchzuführen und zu dokumentieren. Die Anmeldung zum ersten Modul verpflichtet zur Teilnahme an der gesamten Qualifizierungsmaßnahme.

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