Regionale Filmtage 2015: Ende des 2. Weltkrieges und die Nachkriegsjahre

Schüler/-innen sprechen mit Flüchtlingen und interviewen sie zu ihrer Lebenssituation in Deutschland und zu ihrem Weg nach Deutschland. Die Ergebnisse werden als Kurzfilm geschnitten. Eine lokale Zeitzeugendokumentation wird mit Schüler/-innen bearbeitet, dafür werden beteiligte Schüler/innen interviewt. Auch diese Interviews werden als Ergänzung zur Dokumentation aufgezeichnet. Vernetzt wird parallel in mehreren Städten gleichzeitig ein Film gesehen, dieser mit einem Rahmenprogramm (Podiumsdiskussion) verarbeitet und die beteiligten via Liveschaltung zusammengebracht. Im Jugendzentrum nehmen Schüler/-innen und junge Flüchtlinge gemeinsam am „Chaosspiel“ teil und kommen miteinander ins Gespräch. Alte örtliche Industrieanlagen, in denen Zwangsarbeiter eingesetzt wurden, werden besichtigt und Lebensgeschichten der Zwangsarbeiter bearbeitet. Plakate werden erstellt und ergänzen eine bestehende. Mit verfilmter Regionalgeschichte und Zeitzeugen wird Geschichte im eigenen Lebensraum konkret. …

Beispiele, die zeigen, wie die Erwachsenenbildung das Medium Film nutzt, um mit Schüler/-innen historische Bezüge aufzunehmen und in aktuelles Handlungsgeschehen zu setzen. Die „regionalen Filmtage 2015“, mit dem Leitmotiv „Ende des 2. Weltkrieges und die Nachkriegsjahre“, ermöglichten 10 Einrichtungen der Erwachsenenbildung in Kooperation mit lokalen Medienzentren und Schulen Aktionstage zum Thema mit dem Medium Film umzusetzen. Gefördert vom Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ), ausgeschrieben, begleitet und ausgewertet von der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB), entwickelten die Einrichtungen der Erwachsenenbildung in Zusammenarbeit mit den lokalen Medienzentren und Schulen Konzepte zur gemeinsamen Umsetzung für Schüler/-innen. Die Konzepte wurden in Aktionstagen in und außerhalb von Schule umgesetzt.

Umgesetzt haben die Aktionstage 9 Einrichtungen der Erwachsenenbildung an einem bis zu 4 Projekttagen, auch in vernetzter Form. Dabei wurden 20 Schulen einbezogen und ca. 720 Schüler/-innen erreicht.

Filme und Dokumentationen, die bedacht waren:

  • „Guy Stern“, das Schicksal eines Hildesheimer Juden (Film)
  • „Lore“ – (Selbst)Reflexion nazistischer Lebenslage unmittelbare nach dem Krieg über die flüchtenden Kinder eines verantwortlichen Nationalsozialisten (Film)
  • „Vertreibung und Neuanfang“ (Dokumentation)
  • „Sternstunden ihres Lebens“ (Gleichstellung der Frau im Grundgesetz)
  • „Obernheide war nicht alles. Erinnerungen der ungarischen Jüdin Lily Maor“ (Dokumentation)
  • „Bomben, Bunker, Kohlenklau. Norddeutsche Lebensperspektiven zwischen Kriegsende und Währungsreform“ (Dokumentation)
  • „Der Reichseinsatz: Zwangsarbeiter in Deutschland“(Dokumentation und Wochenschauaufnahmen)
  • Das Emsland, 1866-1946“ (Filmausschnitte)
  • „Willkommen in Deutschland“ (Film)
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