Medienkompetenz

Dem Orientierungsrahmen Medienbildung in der Schule liegt - wie auch dem Landeskonzept „Medienkompetenz in Niedersachsen - Ziellinie 2020“ - das Verständnis von Medienkompetenz nach Baacke zugrunde, welches sich auf die vier Bereiche Medienkunde, Mediennutzung, Medienkritik und Mediengestaltung stützt:

„Medienkunde umfasst das Wissen um die Medien und ihre Funktionsweise, aber auch die Bedienung von Hard- und Software. Sie bedeutet die bewusste Auswahl von Medieninhalten und die Fähigkeit der interaktiven Nutzung in Kommunikationsprozessen. Die Bewertung und Beurteilung von Medieninhalten (Medienkritik) sowie die eigenständige Mediengestaltung und die Produktion von Medien sind ebenfalls Ausdruck von Medienkompetenz.“

 

Medialitätsbewusstsein und Lernen mit und über Medien

 

Erst in einer erfahrungs- und handlungsorientierten Beschäftigung und Auseinandersetzung mit Aufgaben, medial vermittelten Inhalten, Medienprodukten und der Medienwelt als Gesamtphänomen entwickeln sich Methodenkompetenzen und ein tieferes Verständnis von Zusammenhängen im Bereich der Medienkompetenz. Medienbildung als zentrale Aufgabe des schulischen Bildungsauftrags wird realisiert im zunehmend selbstständigen Lernen mit, über und durch Medien.

Der reflektierte Umgang mit Medien erfordert Medialitätsbewusstsein. Die Entwicklung von Medialitätsbewusstsein ist untrennbar mit dem Lernen mit, über und durch Medien verbunden. Schülerinnen und Schüler müssen Medien einschätzen und reflektieren können, bevor sie sie selbstbestimmt und verantwortungsvoll nutzen können. Das notwendige Medialitätsbewusstsein entwickeln sie wiederum in der angeleiteten praktischen und reflektierenden Mediennutzung.

 

Wissen, Können und Haltungen entwickeln

 

Medienkompetenz ist nicht nur Vermittlungsgegenstand, sondern sie wird vor allem in einem aktiven und reflexiven Lernprozess auf verschiedenen Ebenen erworben und entwickelt. Medienaneignung ist die Nutzung, Wahrnehmung, Bewertung und Verarbeitung von Medien durch handelnde Subjekte. Medienkompetenz umfasst demzufolge Funktions-, Struktur- und Orientierungswissen, kognitive Analyse und ethisch-kritische Reflexion sowie auf der Handlungsebene Medienpartizipation, Mediennutzung und Mediengestaltung.

Damit ist es Aufgabe und Ziel von Medienbildung, dass die Schülerinnen und Schüler gleichermaßen mehrdimensionales Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln sowie Haltungen und die Bereitschaft aus diesen Haltungen heraus zu agieren - verkürzt: Wissen, Können und Haltung.

Medienkompetenz in diesem Sinne entsteht in der Verbindung von Vermittlung, Erwerb und Konstruktion - also durch Lernen mit, über und durch Medien. Aufgabe der Medienbildung ist es, Lernumgebungen und Erfahrungsräume zu schaffen, in denen sich Medienkompetenz ausbilden kann.

 

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