Rahmencurriculum Medienbildung

 

Zwölf Leistungsmerkmale von Medienbildung für den Unterricht

 

Die Entwicklung von Standards für die Medienbildung erfordert nicht nur ein geeignetes Kompetenzmodell, sondern auch Vernetzung von fachlichen Inhalten und Medienbildung und eine Veränderung der Unterrichtsorganisation. Die Beschäftigung mit den zwölf fächerübergreifenden Leistungsmerkmalen von Medien ist dafür die Grundlage:

  1. Medien erweitern die Möglichkeiten zur Beschaffung, Bearbeitung und Auswertung von Informationen.
  2. Medien beeinflussen individuelle Schreibprozesse, Formen der kooperativen Textproduktion und die Textdistribution.
  3. Medien erweitern die Kommunikationsmöglichkeiten und beeinflussen das Kommunikationsverhalten.
  4. Medien erweitern die Möglichkeit der Gewinnung von Wissen sowie der Darstellung und Analyse von Erkenntnissen.
  5. Medien liefern Material für die Konstruktion von Leitbildern und Lebensentwürfen.
  6. Medien beeinflussen die Wahrnehmung und erweitern die kulturellen Erlebnis- und Äußerungsformen durch neue Bild- und Tonwelten.
  7. Medien vermitteln Vorstellungen von Natur und Kultur in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
  8. Medien beeinflussen gesellschaftliche Beziehungen und Willensbildungsprozesse.
  9. Medien verändern die Einstellung zu und den Umgang mit Privatheit und Öffentlichkeit.
  10. Medien verändern Rechenprozesse.
  11. Medien ermöglichen neue Formen der Modellbildung und Simulation.
  12. Medien messen, steuern und regeln Prozesse und Abläufe.

 

Fächerübergreifende und fachintegrierte Medienbildung in der Schule 

 

Das Zusammenwirken der Fächer in der Medienbildung erfordert eine fächerübergreifende Perspektive, für die diese Leistungsmerkmale einen Rahmen bilden. Die verbindliche Beschäftigung mit diesen Leistungsmerkmalen ermöglicht

  • den Beitrag der einzelnen Unterrichtsfächer sowie die jeweils erforderliche Kooperation zu bestimmen,
  • eine Verteilung von Inhalten und Medienbildungskompetenzen auf die Fächer,
  • eine fächerübergreifende Kommunikation und Kooperation in Konferenzen, Arbeitsgruppen und im Unterricht,
  • eine Auswahl geeigneter Unterrichtsthemen und -Inhalte vorzunehmen,
  • Anknüpfungspunkte an traditionelle Unterrichtsthemen aufzuzeigen und ggf. neue zu entwicklen
  • und entsprechende schuleigene Arbeitspläne zu entwickeln. 

Dies ist zugleich eine der Zielsetzungen des Orientierungsrahmens Medienbildung in der Schule. Er soll den Schulen ermöglichen, in die Diskussion über Ziele und Inhalte der Medienbildung einzutreten und Medienbildungskompetenzen sukzessiv in die Gestaltung des Fachunterrichts einzubinden. Schulen können mithilfe der zwölf Leitthemen und der Kompetenzmatrix entscheiden, welche Kompetenzen in welchen Fachcurricula schwerpunktmäßig verankert werden sollen und auf Basis des Orientierungsrahmens ein schulisches Medienbildungskonzept entwickeln.

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