Wirtschaft 4.0

 

Die Lebens-und Arbeitswelt verändern sich durch digitale Entwicklungen in höchster Geschwindigkeit. Die Trennung von Arbeitszeit und Freizeit löst sich auf. Lernen, Bildung und Arbeit stehen vor großen Umbrüchen. Was bedeuten diese Veränderungen für das Arbeiten im Lebensverlauf? Erste Erprobungen mit Robotern in Kitas stehen bevor. Ersetzen intelligente Technologien die Lehrer/-innen und Pädagogen/-innen? Findet Bildung künftig am Computer oder am Handy statt? Wie steht es um soziales und gesellschaftliches Lernen?

In der  Schule müssen Motivationen und Ziele von „Industrie 4.0“ reflektiert und mögliche Folgen diskutiert werden.

„In der Industrie 4.0 verzahnt sich die Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik. Treibende Kraft dieser Entwicklung ist die rasant zunehmende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Sie verändert nachhaltig die Art und Weise, wie zukünftig in Deutschland produziert und gearbeitet wird: Nach Dampfmaschine, Fließband, Elektronik und IT bestimmen nun intelligente Fabriken (sogenannte „Smart Factories“) die vierte industrielle Revolution.“

So definieren das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das  Bundesministerium für Bildung und Forschung Industrie 4.0. Und sie erklären die Umsetzung zu einer zentralen gesellschaftlichen und politischen Gestaltungsaufgabe.

Das hat auch Konsequenzen für die schulische Bildung. Berufsorientierung und berufliche Bildung müssen Schülerinnen und Schüler auf diese Arbeitswelt vorbereiten. Politische Bildung hat die Aufgaben Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen die Gestaltungsaufgabe als mündige Bürger kompetent und verantwortlich wahrzunehmen. Bei der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft handelt es sich um von Menschen gemachte Entwicklungsprozesse, verbunden mit konkreten ökonomischen und politischen Interessen. Schülerinnen und Schüler müssen diese Interessen identifizieren können, die Entwicklungsziele beurteilen können und, um aktiv gestaltend mitzuwirken, eine eigene Position dazu entwickeln.

Reicht es da aus, für die Fabrik der Zukunft: schneller – effizienter – flexibler als Ziele vorzugeben?

Müsste es nicht in Anlehnung an die Nachhaltigkeitsziele  der UN heißen  - Wirtschaft der Zukunft: sozial verantwortlich – nachhaltig und umweltschonend – solidarisch und gerecht?

 

Medientechnologie beeinflusst alle Wirtschaftsbereiche

 „Wie wir uns informieren, wie wir leben und wie wir kommunizieren - all das hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten dramatisch verändert. Manche sprechen schon von einer Revolution, die sich nur mit der Erfindung des Buchdrucks vergleichen lasse.“ (bmbf)

Die „Digitale Welt“ wird als eines der bedeutsamen Handlungsfelder in der Arbeit des Bundeswirtschaftsministeriums gesehen: „Industrie 4.0 ist ein Zukunftsprojekt in der Hightech-Strategie der Bundesregierung, mit dem die Informatisierung der klassischen Industrien, wie z.B. der Produktionstechnik, vorangetrieben werden soll. Das Ziel ist die intelligente Fabrik (Smart Factory), die sich durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und Ergonomie sowie die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse auszeichnet. Technologische Grundlage sind Cyber-physische Systeme und das Internet der Dinge.“ (Wikipedia)

Daraus resultieren auch Anforderungen die – insbesondere von Seiten der Wirtschaft - an Schule herangetragen werden und diese fordert, ihre Schülerinnen und Schüler für den Arbeitsmarkt der Zukunft zu qualifizieren.

 

Medienbranche und IT-Wirtschaft

Die Medienbranche setzt sich aus allen Unternehmen zusammen, die mit der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von medialen Inhalten zu Informations- und Unterhaltungszwecken beschäftigt sind. Die wichtigsten Bereiche der Medienbranche sind Printmedien, audiovisuelle Medien und Onlinemedien. Als Wirtschaftszweig zählt die Medienbranche  zur Kultur- und Unterhaltungsindustrie und erzielt jährlich Einnahmen in zweistelliger Milliardenhöhe. Der Fernsehmarkt ist dabei neben dem Spielesektor der bedeutendste Wirtschaftsbereich. Innerhalb der Medienbranche ist Werbung ein wichtiger Umsatzfaktor.

Die IT-Branche zählt zu den  dynamischsten und innovativsten Branchen der Wirtschaft. Sie ist "Job-Motor" und erwartet - wieder einmal - neue Umsatzrekorde.

Alles gute Gründe, im Rahmen der politischen Bildung mehr als einen Blick auf diesen Wirtschaftssektor zu werfen.

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