Medienbegriff

Medien sind nicht, wie es ein Rückgriff auf die ursprüngliche Wortbedeutung nahelegen würde, nur „sinntransportierende Mittler“, sondern sie sind an der Sinnproduktion beteiligt. Jedes neue Medium verändert die Möglichkeiten zu kommunizieren und sich Informationen über die Welt zu beschaffen. Bildungsrelevant werden Medien daher als Werkzeuge der Weltaneignung, die

  • unseren Erfahrungs- und Kommunikationshorizont zeit- und raumüberschreitend erweitern.
  • wichtige Materiallieferanten für die Konstruktion von Weltbildern und Lebensentwürfen sind.
  • die Möglichkeiten zur Gewinnung, Darstellung und Verbreitung von Wissen grundlegend verändern.
  • künstlerisch-ästhetische Ausdrucksformen erweitern.
  • in der Verbindung des Computers mit Sensoren und Ausgabegeräten Steuerungs- und Regelungsaufgaben auf Grundlage formalisierten Fach- und Expertenwissens übernehmen.

Um den Anteil der Medien an der Sinnproduktion und ihre kulturverändernde Bedeutung zu erfassen, muss man den Begriff „Medium“ als einen „Kompaktbegriff“ verstehen, der mehrere sich gegenseitig beeinflussende Aspekte umfasst:

 

Inhalt – Funktion – Technik

Der hier gewählte Medienbegriff bezieht sich auf „technische Medien“. Würde man von einem universalen Medienbegriff ausgehen, würde das Feld der Medienbildung unüberschaubar.


[1] Wir folgen hier der Definition der Gesellschaft für Informatik

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