Digitalisierung und Vernetzung

Digitaltalisierung und Vernetzung haben ein neues „virtuelles Milieu“ erschaffen, in dem die „klassischen Medien“ nicht verschwunden sondern aufgegangen sind. Diese Entwicklung erweitert unsere natürlichen Grenzen hinsichtlich Wahrnehmung, Erfahrung und Kommunikation. Allerdings nehmen nur wenige Menschen dieses Potential kreativ und kompetent in Anspruch. Das „Mehr“ an Information und Kommunikation scheint eher zu überfordern als anzuregen. Hieraus entsteht neuer medienpädagogischer Handlungsbedarf.

„Der sinnvolle Einsatz multimedialer Lernprogramme hängt entscheidend davon ab, ob sie den menschlichen Lernprozessen gemäß eingesetzt werden und diese Lernprozesse unterstützen oder behindern. Die Frage nach dem computerunterstützten Lernen ist die Frage danach, wie Lernen gefördert werden kann.“[1]

Ziel der Medienbildung ist es, nachfolgenden Generationen medienübergreifend Kenntnisse und Fähigkeiten, Fertigkeiten und Einstellungen zu vermitteln, die zum selbstbestimmten Leben in einer durch technische Kommunikation geprägten Gesellschaft notwendig sind.

Es muss differenziert analysiert werden, welche digitalen Dienstleistungen den Bildungsprozess bereichern und fördern, welche digitalen Dienstleistungen eigenes Denken und Handeln negativ beeinträchtigen und welches Technologieverständnis selbstverständliches Element der Allgemeinbildung werden sollte. Es geht n i c h t um Technisierung und Mediatisierung der Bildung. Es geht um Bildung zur Orientierung und Handlungsfähigkeit in einer zunehmend mediatisierten und technisierten Lebenswelt.


[1] Thissen, Frank: Lerntheorien und ihre Umsetzung in multimedialen Lernprogrammen. Analyse und Bewertung. http://www.pzm-luzern.ch/FDMA/Downloads/doc_Dateien/lerntheorien_und_ihre_umsetzung.htm,
   [Stand 01.10.2015]

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