Veranstaltungen im Jahr 2017

   
 

06.12.2017

Populismus für Anfänger
Anleitung zur Volksverführung
Referentin: Nina Horaczek, Journalistin

"Frankreich, Holland, Deutschland, Österreich – die Populisten scheinen in Europa unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Und alle anderen agieren, als gäbe es keine Strategien gegen die rechten Volksverführer. Dabei besitzen Rechtspopulisten einen einfachen Kern, nämlich das selbstgestrickte Bild einer gespaltenen Gesellschaft: Hier sind WIR und dort sind die ANDEREN. Dieses Bild erklärt die Sprache, die Taktiken, die innere Organisation und die Eskalationsdynamiken der Rechtspopulisten auf ungemein klare Art. Der Kommunikationsexperte Walter Ötsch und die Journalistin Nina Horaczek zeigen in dieser »Anleitung zur Volksverführung« als fiktive Coaches, wie man erfolgreicher Populist wird. So entlarven sie klug und unterhaltsam die Tricks und Täuschungsmanöver der Demagogen und entschlüsseln ihre Codes"

15.11.2017

Politikversagen
Was in unserer Gesellschaft schief läuft
Referent: Carl-Josef Kutzbach, Journalist

Wie funktioniert Demokratie und welche Fehlerquellen schaden ihr.

 

27.10.2017

Abgasskandal und Lobbyismus in Deutschland
Hintergründe, Ursachen & Folgen
Referent: Jens Berger, Journalist

Der Verbraucher wird von einem Gemenge von Lobbyisten und Politikern regelmäßig „verarscht“!

Mittwoch, 13.09. - 20 Uhr

"Drehung im Kopf"
Fake als subversive, künstlerische Strategie
Referent: Georg Klein

Fakes als künstlerische Strategie zu nutzen, stellt eine Gratwanderung in mehrfacher Hinsicht dar: man verlässt die reine Sphäre der Kunst, man spielt mit dem Publikum ein doppeltes Spiel, man greift in die Wirklichkeit ein, ohne zu wissen, wie es ausgeht. Das Riskante daran ist zugleich der Reiz – ein sehr starker Reiz, wie ich anhand meines ersten, durch und durch als Fake ausgearbeiteten Projekts erfahren konnte.“

"Kunst ist die Kunst so zu tun, als ob. Das wirkt am nachhaltigsten." so schrieb eine Rezensentin der Berliner Zeitung zu diesem Projekt - und es ist diese Wirkungskraft im Kopf, das das Spiel mit einem Fake so attraktiv macht. Für einen bestimmten Zeitraum müssen die Rezipienten sich der gefaketen Wirklichkeit aussetzen, was ein hohes provokatives Potential erzeugen kann. Im Gegensatz zur Täuschung, Fälschung und Betrug wird beim Fake jedoch "das Moment der Enthüllung von vorneherein mitentworfen". D.h. dass der Rezipient nach einer gewissen Zeit dahinterkommen kann und soll, was hier gespielt wird. Erst dann setzt die volle Erkenntnis ein und oft auch ein humorvolles Aufatmen. Diesen Punkt haben wir im Wachturmprojekt unterschiedlich lang hinausgezogen, je nach Verhalten der Besucher, ob sie sich entrüstet, unsicher oder interessiert zeigten. Einige haben jedoch bereits während der Führung durch den Turm anhand des überspitzt formulierten Infoblatts oder der ins Extremgehenden Grünfärbung des Lichts oder des mächtigen, durchdringenden Turmklangs das Spiel erkannt: eine Drehung im Kopf, die die Besucher anders hinauslässt als sie hereingekommen waren.

Jüngstes Beispiel ist die Aktion der Gruppe "Zentrum für politische Schönheit" mit ihrer gefaketen Website des Bundesfamilienministeriums, auf der zur Aufnahme und Patenschaft von 55.000 syrischen Flüchtlingskindern aufgerufen wird. Doch bereits Orsen Welles erlangte seine Bekanntheit durch einen Fake, dem fiktiven Hörspiel "Krieg der Welten" von 1938. Er nutzte das normale Radiomusikprogramm, das ab und zu von einem Moderator unterbrochen wurde, um die neuesten Nachrichten zur Invasion vom Mars zu verbreiten. Angeblich soll die Sendung zu einer Panik an der Ostküste der USA geführt haben, doch soll es sich bei den Presseberichten darüber ebenfalls um gezielte Übertreibungen gehandelt haben, die Welles erst berühmt machten.
  

23.08.2017

"Van Gogh TV"
Referent: Benjamin Heidersberger

 

Interaktive Medienformate, hergestellt vom legendären Ponton(European Media Art)-Lab


05.07.2017

"Murks? Nein danke!"
Referent: Stefan Schridde

 

Der Referent setzt sich als gemeinwohlorientierte Verbraucherorganisation für nachhaltige Produktqualität ein.

24.05.2017

"#ÖZGÜRÜZ - Wir sind frei"
Referentin: Margherita Bettoni – Correctiv.org



Gemeinsam mit türkischen Exil-Journalisten gründete das unabhängige journalistische Recherchezentrum CORRECT!V Anfang 2017 eine deutsch-türkische Nachrichtenseite: #ÖZGÜRÜZ (Wir sind frei). Chefredakteur ist der ehemalige Cumhüriyet-Chefredakteur Can Dündar, ebenfalls seit mehreren Monaten im politischen Asyl in Deutschland.

#ÖZGÜRÜZ stellt täglich Informationen zur aktuellen politischen Lage der Türkei auf Deutsch und Türkisch ins Netz und arbeitet unter anderem mit Journalisten zusammen, die in der Türkei ihre Arbeit nicht mehr verüben können.


05.04.2017

"Geordnete Verhältnisse?!" Verflechtungsstrukturen deutscher TV-Sender
Referent: Prof. Dr. habil. Harald Rau

 

Das deutsche Rundfunksystem zeichnet sich durch historisch gewachsene und sowohl im privaten wie im öffentlich-rechtlichen Bereich zum Teil sehr komplexe Strukturen aus. In der jüngeren Vergangenheit sind diese zunehmend in die Diskussion gekommen – unter anderem nach Ermittlungen des Kartellamtes und der Publikation erster Daten der diesem Buch zugrundeliegenden Studie.
Die große Resonanz von Seiten der Branchenakteure gab Anlass, die Recherche auszuweiten, Markt und Branche noch tiefer zu durchdringen und die Ergebnisse systematisch nach Sendern geordnet in Form von Beschreibungen, Tabellen, Organigrammen und Atlanten zu präsentieren. Damit ergibt sich erstmalig eine schlüssige Momentaufnahme einer auch aus Regulierungssicht sehr spezifisch zu betrachtenden Branche.


22.03. 2017

"Kulturelle Globalisierung am Beispiel ethnischer Tänze"
Referentin:Dr. Ulrike Wohler
In Kooperation mit: "World of Orient 2017"

 

Kulturelle Globalisierung ist ein dynamischer Prozess und keine Einbahnstraße aus der westlichen Welt hinaus zur Verbreitung der westlichen Kultur. Bei der kulturellen Globalisierung gibt es ein Wechselverhältnis zwischen regionalen Traditionen und interkulturellen Stilen. Diese wirken auf die jeweiligen Kulturen. Positive Effekte können daher in beide Richtungen, also auch in die westliche Kultur hinein, erzielt werden. Dem Prozess der kulturellen Globalisierung wohnen also - werden sie genutzt - durchaus emanzipatorische Chancen und Bereicherungen für alle Seiten inne. Dieses soll insbesondere am Beispiel des Orientalischen Tanzes verdeutlicht werden.


 

​​​​Februar 2017: "No-Nazi.net"

Vortrag von Christina Dinar (Amadeo-Antonio-Stiftung) zum Rechtsradikalismus in den Sozialen Netzwerken.

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