Qualifikationsphase

Die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe im Fach Kunst

Das Fach Kunst kann auf grundlegendem und auf erhöhtem Anforderungsniveau in der Qualifikationsphase angeboten werden.
Beide Kursarten sind identisch hinsichtlich ihrer gemeinsamen Grundbildung, unterscheiden sich jedoch quantitativ und qualitativ durch besondere Schwerpunktsetzungen.
Das Unterrichtsprinzip Werkstatt ist optional für den Unterricht der Kurse auf grundlegendem Anforderungsniveau während es obligatorisch für den Unterricht der Kurse auf erhöhtem Anforderungsniveau ist.
Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Vorgaben durch das Kerncurriculum bzw. durch die jährlichen Hinweise zur schriftlichen Abiturprüfung zu beachten sind (siehe auch die Grafiken rechts).

 

Grundlage der schriftlichen Abiturprüfung in Niedersachsen sind die Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung Bildende Kunst (EPA, 2005) sowie das Kerncurriculum Kunst für das Gymnasium gymnasiale Oberstufe, die Gesamtschule – gymnasiale Oberstufe, das Berufliche Gymnasium, das Abendgymnasium und das Kolleg (KC, 2015).

1. Fachliche Anforderungen an den Unterricht in der Qualifikationsphase

Folgende Aspekte müssen in der Qualifikationsphase vermittelt worden sein:

  • prozessbezogene Kompetenzen in Produktion und Rezeption (KC, S. 22-25)
  • ausgewählte inhaltsbezogene Kompetenzen in Produktion und Rezeption (KC, S. 26-32; Teil B in den Hinweisen zur schriftlichen Abiturprüfung)
  • Aufgabenarten: Aufgabe mit praktischem Schwerpunkt und schriftlichem Anteil; Aufgabe mit theoretischem Schwerpunkt und praktischem Anteil; theoretisch-schriftliche Aufgabe (EPA, 3.1; KC, S. 35)
  • Operatoren (KC, S. 38-42)

Für das Zentralabitur werden im Fach Kunst durch die jährlichen Hinweise zur schriftlichen Abiturprüfung Inhaltsbereiche und Kerninhalte mit ihren inhaltsbezogenen Kompetenzen, Bildvorgaben und dem zugeordneten kunstgeschichtlichen Wissen aufgeführt und sind verbindlich zu bearbeiten.

Hinsichtlich der nach Unterricht auf grundlegendem und erhöhtem Anforderungsniveau zu differenzierenden Ansprüche sind die Ausführungen des Kerncurriculums (S. 14-16), der EPA (1.4) und der Verordnung über die gymnasiale Oberstufe mit den Ergänzenden Bestimmungen (EB-VO-GO, 10.2 bis 10.4) in der jeweils geltenden Fassung zu beachten.

2. Konzeptionelle Anforderungen an die Unterrichtsgestaltung in der Qualifikationsphase

Die drei Inhaltsbereiche mit ihren Vorgaben sind in der jeweils vorgegebenen Reihenfolge in den ersten drei Schulhalbjahren der Qualifikationsphase zu unterrichten.

Innerhalb dieses Rahmens bestehen für die konkrete Unterrichtsgestaltung Spielräume hinsichtlich der Kombination von prozess- und inhaltsbezogenen Kompetenzen.

Abgestimmt auf die zentralen Vorgaben muss die Lehrkraft weitere Bilder und Problemstellungen auswählen, die den Schülerinnen und Schülern ein vertieftes Verständnis ermöglichen.

Bei der praktischen Gestaltung muss sowohl mit als auch ohne Anschauungshilfen gearbeitet werden.

Das Unterrichtsprinzip Werkstatt bildet einen konstituierenden Teil der Arbeit in den Kursen auf erhöhtem Anforderungsniveau (KC, S. 10f., S. 16).

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Kontakt

Rolf Behme
Fachberater für Kunst bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde,
Regionalabteilungen Braunschweig und Hannover
E-Mail: Rolf.Behme(at)nlschb.de

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