Unterricht für Kinder von beruflich Reisenden in Niedersachsen

Durch die beruflich bedingten Reisen können für Schülerinnen und Schüler mancherlei Schwierigkeiten auftreten, die mit dem häufigen Schulwechsel verbunden sind. Um den Kindern und den Eltern den Schulalltag zu erleichtern, wurde in Niedersachsen ein System zur schulischen Förderung eingeführt, das aus 4 Bausteinen besteht:

Stammschule ist die Schule am gemeldeten Wohnsitz bzw. Winterquartier der Familie, in die das Kind gem. § 63 Abs. 3 NSchG einzuschulen ist. Die Stammschule hält die Lernmittel und das Schultagebuch bereit und stellt die Zeugnisse aus Stützpunktschulen sind die während der Reisezeit besuchten Schulen. Es sind in der Regel jeweils die Schulen, die dem Platz, auf dem das Unternehmen/die Familie gastiert bzw. wohnt, am nächsten liegen. Sie arbeiten mit den Schülerinnen und Schülern anhand der von der Stammschule erhaltenen Lehrbücher nach den im Schultagebuch enthaltenen Mindestlehrplänen.

 

 

Das Schultagebuch dient dem unverzichtbaren Informationsaustausch zwischen Stammschule, Stützpunktschulen und mobilen Vertrauenslehrkräften. Es dokumentiert die Lernfortschritte und den jeweiligen Lernstand der Schülerin bzw. des Schülers und gibt darüber Informationen und Hinweise für die Erziehungsberechtigten und die Lehrkräfte. Das Schultagebuch kann beim Niedersächsischen Kultusministerium angefordert werden.

 

Aufgaben der Bereichslehrkräfte

  • Sie halten Kontakt zu den Eltern, informieren und beraten sie. Sie wollen helfen, Vorurteile abzubauen und die Integration der Schausteller- und Artistenkinder zu fördern.
  • Sie unterstützen die Schulen und die Lehrkräfte der Stützpunktschulen bei der Vorbereitung und Durchführung des Schulbesuchs und wirken als Bindeglied zwischen Stamm- und Stützpunktschulen.
  • Sie beraten die Schulen und Lehrkräfte bei der Auswahl geeigneter Lernmaterialien und bemühen sich ggf. um die Einbeziehung der Kinder in Fördermaßnahmen.
  • Sie unterstützen die Schulbehörden bei der Vorbereitung und Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte hinsichtlich der besonderen Lebens- und Lernsituation der Kinder beruflich Reisender und der sich daraus ergebenden pädagogischen Fragen.

Bereichslehrkräfte

Für die Kinder beruflich Reisender , z.B. bei Zirkussen und Fahrgeschäften auf Jahrmärkten gibt es besondere Bedingungen der Beschulung. Mobile Bereichslehrkräfte beraten Eltern und Schulen, es gibt ein Schultagebuch, Stammschulen und Stützpunktschulen. Lesen Sie mehr
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