Rouen

 

 

Die Region stellt sich vor

Die Akademie Rouen liegt in der Normandie im Département Seine-Maritime. Die Normandie ist unterteilt in zwei Regionen: der Haute-Normandie mit der Hauptstadt Rouen und der Basse-Normandie mit der Hauptstadt Caen. Diese Aufteilung der Normandie gilt seit 1972 und es mehren sich inzwischen die Stimmen, die eine Zusammenlegung fordern.

 

Die geografische Lage prägt vor allem das Bild des Nordens der Region: Die Alabasterküste mit ihren weißen steilen Kreidefelsen trennt das Land vom Ärmelkanal. Bögen und Nadelöhre sind durch die raue See in das weiche Gestein geschabt worden. Umgeben im Landesinneren ist die Region von vier Regionen: im Osten von der Picardie, im Süden von der Île-de-France mit Paris und dem Centre und im Westen von der zweiten Hälfte der Normandie, die an die Bretangne grenzt. Das Landesinnere ist geprägt von weiten Landstrichen, die von leichten Hügeln durchzogen werden. Die Seine ist die Hauptschlagader der Region. Sie trennt die Haute-Normandie von der Basse-Normandie und verbindet die Region mit Paris.

 

Die Nähe zum Ballungsraum Paris und die Lage an der Seine prägen die Region wirtschaftlich. Vor allem die Industrie hat sich in der Region angesiedelt. Große Raffinerien, Chemieunternehmen und Autohersteller sorgen für reichlich Arbeitsplätze in der Region. So kommen 30% aller Autos aus der Haute-Normandie. Daneben sorgen ach die großen Häfen in Rouen und Le Havre für die wirtschaftlich gute Situation. Allerdings vollzieht sich inzwischen ein leichter Wandel, der sich durch die Schließung des Moulinex-Werkes ankündigt. Auch wenn die Landwirtschaft nur einen geringen Faktor der Wirtschaft in dieser Region darstellt, prägt sie doch das Landesinnere. Vor allem die Milchwirtschaft und die Rinderhaltung sind hier typisch. Dies führt unweigerlich zu einer Ansiedlung der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie. Einige Käsesorten sind inzwischen geschützt, was auch den Erhalt der typischen normannischen Rinderrasse garantiert, da nur mit deren Milch bestimmte Käsesorten hergestellt werden dürfen.

 

Die Historie dieser Region ist geprägt von Kriegen. Etwa 50 v. Chr. erobert Caesar die Region und nennt sie Lungdunensis secunda. Mit dem Untergang des römischen Reiches wandern die Franken ein, die auf den Mauern ehemaliger Siedlungen Bischofssitze gründen, so auch in Rouen.

 

Der Zeit des neunten Jahrhunderts hat die Region ihren Namen zu verdanken: Die überwiegend aus Dänemark und Norwegen stammenden Nordmänner brandschatzen die Region und erst 911 wird der Normannenherzog Rollo von König Karl dem Einfältigen mit dem Gebiet um die untere Seine belehnt. Dafür sollte er die Normandie gegen weitere Überfälle von außen kommender Wikinger verteidigen. Vom zehnten bis zum zwölften Jahrhundert ist die Normandie unabhängig von Frankreich. Zu Beginn des zehnten Jahrhunderts verleiht der Sohn Rollos Wilhelm I. dem Herzogtum seine auch heute noch geltende Form. 1066 erobert dessen Sohn in der Schlacht von Hastings England und wird dort im selben Jahr zum König gekrönt. Nach seinem Tod 1087 wird sein Erbe an seine beiden Söhne aufgeteilt, was dazu führt, dass die Normandie 1204 an Frankreich angegliedert wird.

 

Heinrich V. von England wollte dies nicht akzeptieren, was den Hundertjährigen Krieg zur

Folge hat. Jeanne d'Arc kämpft in diesem Krieg als Soldat verkleidet und auf Geheiß des Erzengels Michael, der heiligen Margret und der heiligen Katharina, um Frankreich von den Engländern zu befreien. Sie wird an die Engländer verraten und 1431 in Rouen als Jungfrau von Orleans auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Im Jahre 1449 erobert Karl VII. die Normandie für Frankreich zurück und im Frieden von Cherbourg wird die Normandie neu gegründet.

 

Die Preußen erobern im deutsch-französischen Krieg 1870/71 die Normandie, doch können sie die Region trotz ihrer brutalen Herrschaft nicht halten. 70 Jahre später fallen erneut die Deutschen in die Normandie ein und zerstören den größten Teil der Städte der Haute Normandie. Erst durch die Landung der Alliierten West-Mächte in der Normandie am 06. Juni 1944 befreit die Normandie vom Joch Nazi-Deutschlands. In Folge des so genannten D-Days wird Le Havre als letzte Küstenstadt am 12. September 1944 befreit und die Niederlage der Deutschen nimmt ihren Lauf.

 

 

 

Weiterführende Links:

http://www.normandie-tourisme.fr/

http://www.rouen-histoire.com/

http://www.ac-rouen.fr/

           

                                   

 

                       

 

           

 

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