Doppelter Abiturjahrgang: Studien- und Berufswahl

                       

   

Doppelter Abiturjahrgang an Niedersächsischen Gymnasien 2011

Studien- und Berufswahlorientierung
 

Sehr geehrte Damen und Herren,

werte Kolleginnen und Kollegen,

liebe Schülerinnen und Schüler,


im Jahr 2011 werden in Niedersachsen bekanntlich zwei Abiturjahrgänge die Schule verlassen und ihre Ausbildung bzw. ihr Studium beginnen. Der von Frau Kultusministerin Heister-Neumann einberufene „Runde Tisch Doppelabitur 2011“ verständigte sich seinerzeit auf den „Niedersächsischen Aktionsplan zur Verbesserung von Studien- und Ausbildungschancen 2011 und 2012“. Dieser sieht u. a. vor, dass die Bundesagentur für Arbeit – Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium Angebote und Verfahren zur nachhaltigen Studien- und Berufswahlorientierung entwickelt.

 

Seit Beginn diesen Jahres steht die Broschüre "Meine Chance 2011 - Perspektiven für Ausbildung und Studium" hier und auch auf der Startseite des Kultusministeriums zur Verfügung.

 

Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Berufsberaterinnen und Berufsberatern der Bundesagentur für Arbeit, Lehrkräften niedersächsischer Gymnasien und Vertretungen der Koordinierungsstelle für die Studienberatung in Niedersachsen, der Landesschulbehörde sowie des Kultusministeriums, hat in diesem Portal geeignete Informationen, Verfahren und Konzepte zur nachhaltigen Studien- und Berufswahlorientierung übersichtlich und gut abrufbar zusammengestellt.


Die Schülerinnen und Schüler – nicht nur des „Doppelten Abiturjahrgangs 2011“ – stehen vor einer unübersichtlichen Menge von Wahlmöglichkeiten und sind nicht selten unsicher, wie sie ihre teilweise unklaren Wünsche realisieren können. Um Studien- und Berufswahlkompetenz zu entwickeln, brauchen sie hinreichend Zeit und konkrete Orientierungshilfen.


Berufsfindungsmärkte, Messen, Bildungsmärkte etc. konzentrieren sich in der Regel nur auf einige wenige Informationsschwerpunkte. Auch das Internet leistet für sich genommen keine geeignete Studien- und Berufsberatung. Die vielfältigen Informationen müssen mit Blick auf die persönliche Situation der Schülerinnen und Schüler sowie auf Korrektheit und Qualität kritisch gesichtet und bewertet werden. So manche Ansätze greifen zu kurz, um den Schülerinnen und Schülern tatsächlich sachgerechte Orientierungs- und Entscheidungshilfen zu bieten.


Die Studien- und Berufswahlsituation der Abiturientinnen und Abiturienten ist individuell sehr verschieden. Die Erfahrungen in der Beratung ergeben, etwas zugespitzt formuliert, das folgende Bild:

  • Abiturientinnen und Abiturienten sind gut informiert, teilweise aber wenig orientiert. Oft wissen sie nicht, was sie werden wollen.
  • Abiturientinnen und Abiturienten konzentrieren sich auf relativ wenige, nicht selten überlaufene Studien- und Ausbildungsgänge.
  • Abiturientinnen und Abiturienten beginnen die konkrete Planung ihrer beruflichen Zukunft oft erst, wenn sie ihren Abschluss in der Tasche haben.

Dieses Portal basiert auf den skizzierten Erfahrungen. Es weist über die gängigen Informationsangebote hinaus und will die Lehrkräfte unterstützen durch eine Systematisierung der vorhandenen zahlreichen Angebote zur Entwicklung der Studien- und Berufswahlkompetenz ihrer Schülerinnen und Schüler. Es eröffnet Wege zur Gestaltung einzelner Unterrichtsphasen und Unterrichtseinheiten, enthält aber auch Anregungen für die Planung und die Organisation von Aktivitäten im Bereich der Studien- und Berufswahlorientierung im Laufe der Schuljahre. Die komprimierten Informationen, Materialien sowie hilfreiche Links sollen dazu dienen, den Lehrkräften die wichtige Aufgabe der Studien- und Berufswahlorientierung im Sekundarbereich II zu erleichtern.


Ein Teil dieser Angebote ist auch sehr gut für selbstständige Recherchen für Schülerinnen und Schüler sowie für deren Eltern geeignet. Probieren Sie es aus!


Grundlage ist ein bewährtes Modell des Berufswahlprozesses, das drei Phasen vorsieht:

Phase 1: Selbstexploration - Orientierung und Selbsterkundung

Phase 2: Information und Entscheidung

Phase 3: Konkretisierung und Realisierung

Besondere Bedeutung kommt Phase 1 zu. Schülerinnen und Schüler, die ohne die Ergebnisse der Phase 1 nach Orientierung suchen, verlieren sich nicht selten im Dschungel der Informationen. Hilfestellung in allen Phasen des Studien- und Berufswahlprozesses bieten nach vorheriger Terminabsprache stets auch die individuellen Einzelberatungen der Agentur für Arbeit und der zentralen Studienberatungsstellen der Hochschulen.


Für Qualität und Inhalt der einzelnen Materialien sind deren jeweilige Autorinnen und Autoren verantwortlich.

Hinweise zur Optimierung und Ergänzung dieser Seiten werden gern angenommen unter: Rückmeldungen an die Redaktion.

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