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Globale Entwicklung in Niedersachsen

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Der von KMK und BMZ gemeinsam erarbeitete Orientierungsrahmen „Globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung“ löst den Beschluss der Kultusministerkonferenz zu „Eine Welt/Dritte Welt in Schule und Unterricht“ ab, indem er die Globale Entwicklung in den Zusammenhang einer Bildung für nachhaltige Entwicklung stellt.

Ziel ist, den Bereich der Globalen Entwicklung fächerübergreifend zu verankern und ihn in das Zentrum der Qualitätsentwicklung der Schule, und damit auch des Unterrichts, zu rücken. Lehr- und Lernprozesse in diesem Kontext sind dann besonders wirksam, wenn die Schule sich dem gesellschaftlichen Umfeld und relevanten gesellschaftlichen Kooperationspartnern gegenüber hier und in anderen Ländern öffnet. Daraus ergeben sich Entwicklungen auf einer neuen Qualitätsstufe für die Zusammenarbeit von Schulen und Nichtregierungsorganisationen.

In Niedersachsen sind bereits wichtige Schritte zur Implementierung des Orientierungsrahmens erfolgt:

  • Sämtliche Kommissionen zur Entwicklung und Revision der niedersächsischen Kerncurricula mit einem fachlichen Bezug zum Orientierungsrahmen wurden aufgefordert, die Kernaussagen in ihrem Fach zu berücksichtigen.
  • Eine Arbeitsgruppe im MK, bestehend aus den Referaten 24 und 34, dem NiLS (jetzt NLQ), der Fachberatung Interkulturelle Bildung sowie Partnern aus der außerschulischen Bildungsarbeit hat gemeinsam die Implementierungsstrategie entwickelt und wirbt Drittmittel ein.
  • Am 12. und 13.11.2008 fand in Hannover eine erfolgreiche Auftakttagung mit dem Titel „Schule gestaltet Globalisierung“ mit über 100 Beteiligten aus den Schulen und der außerschulischen Entwicklungszusammenarbeit. Der ehemalige Staatssekretär Uhlig hat die Tagung eröffnet.
  • Seit Oktober 2009 sind sechs regionale Veranstaltungen zum Orientierungsrahmen für Schulen und regionale Nichtregierungsorganisationen in Göttingen, Lüneburg, Potshausen und Osnabrück gemeinsam mit Partnern aus der Entwicklungszusammenarbeit mit ca. 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt worden. In 2011 folgten am 5.Oktober 2011 eine regionale Fachtagung in Oldenburg und am 22. November 2011 eine Regionaltagung in Hannover .
  • Am 9. Dezember 2009 hat in Hannover ein Ideentag "Globale Entwicklung in Schule und Unterricht verankern! " zum KMK-BMZ-Projekt stattgefunden.
  • Es gibt ein Pilotprojekt mit 9 Pilotschulen und 7 assoziierten Schulen. Eine erste gemeinsame Tagung fand am 30. und 31.08.2010 in Hannover statt. Diese wurde in regionalen Tagungen und einer Didaktischen Werkstätten fortgesetzt. Die dritte Werkstatt findet am  30.11. bis 2.12.11 statt.
  • Am 11.Oktober 2012 wird es einen Ideentag zum globalen Lernen in Grundschulen geben: "Die große Gloablisierung für kleine Leute"  (Faltblatt: GS_global_Ideentag_2012_web.pdf)


Im Oktober 2009 wurde der niedersächsische  Projektantrag zum KMK-BMZ-Modellprojekt zur Umsetzung des Orientierungsrahmens vom BMZ bewilligt. Mit den Länderprojekten wird das Ziel verfolgt, den curricularen Ansatz des Orientierungsrahmens weiter zu didaktisieren, indem Unterrichtsmodelle erarbeitet werden. Die Unterrichtsmodelle sollen kompetenzorientiert aufgebaut und mit Materialien, Aufgabenbeispielen und Überprüfungen versehen werden.

Über die Entwicklung von isolierten Unterrichtsmodellen hinaus ist für die Implementierung des Orientierungsrahmens eine Bestandserhebung der Schulen im Bereich Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) notwendig; ebenso die Überprüfung der bisherigen Angebote im Rahmen der vorgegebenen Standards und der Kompetenzorientierung.

Die am Pilotprojekt beteiligten Schulen unterschiedlicher Schulformen entwickeln schuleigene curriculare Rahmenkonzepte zum Orientierungsrahmen und verankern diese in der Schulentwicklung und dem Schulprogramm. Dabei beziehen sie die bisherigen Ansätze und zukünftigen Entwicklungen bei der Kooperation mit außerschulischen Partnern ein.

Jede Schule benennt ein oder zwei Personen als schulisch Verantwortliche für die Umsetzung des Orientierungsrahmens und als Mitwirkende im Pilotprojekt. Die Vertreterinnen und Vertreter dieser Schulen wirken bei der Beratung von Schulen in ihrem Einzugsbereich und bei der Qualifizierung von Lehrkräften für den Orientierungsrahmen in der regionalen Lehrerfortbildung mit. Dazu werden vom NLQ die notwendigen Mittel den Fortbildungsregionen zur Verfügung gestellt, die mit den Schulen entsprechende Angebote konzipieren. Weitere interessierte Schulen werden eingeladen, sich als „assoziierte Schulen“ am Projekt zu beteiligen.

Unterstützt werden die Schulen durch die Fachberatung für Interkulturelle Bildung, durch die Fachberatung Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie durch den Verband Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB).  Die Dimension der Einbeziehung der interkulturellen und mehrsprachigen Potenziale von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund wird in die weitere Projektentwicklung einbezogen.

Gefördert von  Engagement Global aus Mitteln des BMZ.



Weitere Informationen zum globalen Lernen finden Sie hier:
Interkulturelle Bildung und globales Lernen

Netzwerk Globales Lernen - in der Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) in Niedersachsen



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