QStV-Projekt

Die Eigenverantwortliche Schule braucht differenzierte Führung.

Die Umwandlung des zentral gesteuerten Schulsystems hin zum Prinzip der Eigenverantwortung der Einzelschule führt zwangsläufig zu einer gesteigerten Bedeutung der Führungskräftequalifizierung und -entwicklung.

Ausgehend von der These, dass eigenverantwortliche Schulen in Ergänzung zum Schulleiter oder zur Schulleiterin einen Bedarf an differenzierten Führungskompetenzen haben, ergibt sich die Notwendigkeit zur Entwicklung eines Konzepts für die innere Führung von Schule.


Während die Rolle der Schulleiterinnen und -leiter durch § 43 NSchG klar definiert ist, liegen für die ständigen Vertreterinnen und Vertreter keine derartigen Regelungen vor. Dieser Umstand erscheint in Bezug auf das Konzept der Eigenverantwortlichen Schule mit der Forderung nach individuellen Lösungen vereinbar. Sollen „Führungsgemeinschaften“ aus Schulleitung und ständiger Vertretung zu Elementen einer modernen Führungskonzeption werden, ist eine nähere Betrachtung des Rollenverständnisses ständiger Vertreterinnen und Vertreter erforderlich. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt QStV (Qualifizierung Ständiger Vertreterinnen und Vertreter) will einen Beitrag dazu liefern.

 

Nach den Prinzipien der praxisentwickelnden Forschung wird unter Einbeziehung aller am System Schule Beteiligten schrittweise an einem neuen Konzept gearbeitet. Neben dem Kultusministerium des Landes Niedersachsen als Auftraggeber und dem Niedersächsisches Landesamt für Lehrerbildung und Schulentwicklung (NiLS) als Projektleitung ist vor allem die Universität Hildesheim für die Projektinhalte verantwortlich. Die Landesschulbehörde Niedersachsen ist ebenso am Entwicklungsprozess beteiligt wie auch das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) und Trainerinnen und Trainer der Schulleiterqualifizierung (SLQ).

 

Zentrale Akteure sind die ständigen Vertreterinnen und Vertreter von Schulleiterinnen und Schulleitern aus 60 Schulen, die für eine Teilnahme am Projekt aus fast 200 Bewerbungen ausgewählt worden sind. Sie durchlaufen sechs Trainingsmodule, die sie unter Einbeziehung ihrer Praxiserfahrungen kritisch reflektieren. Ihre Rückmeldungen ergeben wichtige Informationen über Nutzen und Alltagstauglichkeit der Module. Ziel des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens ist die Optimierung von Form und Inhalt einer Qualifizierung, die ab 2010 allen Stellvertreterinnen und Stellvertretern in niedersächsischen Schulen angeboten werden soll.

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Abteilung 4 im NLQ

    Joachim Voges

    05121 1695-237

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