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E-Learning

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Dem Begriff E-Learning (electronic learning = elektronisch unterstütztes Lernen) lassen sich nach Michael Kerres (Univerisät Duisburg) alle Formen von Lernen zuordnen, bei denen digitale Medien für die Präsentation und Distribution von Lernmaterialien und/oder zur Unterstützung zwischenmenschlicher Kommunikation zum Einsatz kommen. In der Praxis reicht das Spektrum von Sprachlernprogrammen auf CD-ROM oder DVD über webbasierte Kurse mit virtuellen Lernräumen bis hin zu vielschichtigen Plattformen mit differenzierter Administrationstechnologie. Dabei spielen für die Ausgestaltung von E-Learning-Angeboten vor allem drei Bereiche eine Rolle:

  • Multimedialität: verschiedene Symbolsysteme (Texte, Bilder, Töne, Video usw.) können miteinander kombiniert werden.

  • Interaktivität: die Lernenden können mit dem medialen System interagieren und unmittelbare Rückmeldung erhalten.

  • Kommunikation/Kooperation: durch die Vernetzung lassen sich zeit- und ortsunabhängig neue Kommunikations- und Kooperationsformen praktizieren.

E-Learning als solches ist lerntheoretisch neutral. E-Learning-Angebote können ebenso behavioristischen wie kongnitivistischen oder konstruktivistischen Modellen folgen.

Neben reinen E-Learning-Kursen haben sich in der Praxis zunehmend Blended Learning Angebote etabliert. Bei einem Blended Learning Angebot (blended = gemischt) wird das Lernen mit Neuen Medien mit Präsenzphasen kombiniert. Auf diese Weise können unterschiedliche Lehr- und Lernmethoden angeboten werden. An Schulen liegt durch die Struktur des Unterrichtsablaufs im Normalfall eine Blended Learning Situation vor. Mit Unterstützung von E-Learning kann schulisches Lernen ergänzt und erweitert werden. Der Unterrichtsprozess kann mit integrierten E-Learning Elementen flexibler gestaltet werden, und durch virtuelle Räume kann die freie und kooperative Arbeit der Lernenden gefördert werden.

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