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Informationsgesellschaft

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Der Begriff „Informationsgesellschaft" spielte ausgehend von Japan schon in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in der wissenschaftlichen Diskussion eine Rolle. Im Sinne einer Stufentheorie soll mit diesem Begriff der Übergang in eine nachindustrielle Gesellschaft, in der die Erzeugung und Bearbeitung sowie der Transport und die Nutzung von Informationen im Mittelpunkt der wirtschaftlichen Prozesse steht, beschrieben werden. Gegen diesen Begriff lässt sich u. a. einwenden, dass Information und Kommunikation von Wissen für jede Gesellschaft von zentraler Bedeutung sind bzw. dass sich gesellschaftlicher Wandel nicht monokausal auf technische Entwicklungen zurückführen lässt. Trotz seiner analytischen Unschärfe machte der Begriff im Zuge der durch die Entwicklung der Mikroelektronik ausgelösten „dritten industriellen Revolution" in der öffentlichen und politischen Diskussion Karriere und wurde dabei häufig durch den Begriff der Wissensgesellschaft ergänzt bzw. ersetzt.

In dieser Diskussion wurde und wird darauf verwiesen, dass der Strukturwandel zu veränderten Anforderungen an die Qualifikationsprofile von Erwerbstätigen führt und damit grundlegende Reformen im Bildungs- und Ausbildungssystem notwendig macht. Im Informationszeitalter müssen Schule und andere Bildungseinrichtungen stärker das Lernen und Umlernen lehren: Immer wichtiger wird die Fähigkeit, sich Kenntnisse und Wissen selbstverantwortlich anzueignen.

Auszug aus: Informatik - Arbeit - Subjektivität. Die Wirklichkeit der Virtualität. Meretz, Stefan; 1996.

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