Medienbegriff

Der Medienbegriff ist in der medienpädagogischen Diskussion an den Technikbegriff gekoppelt, ohne dass er auf Technik reduziert werden kann. Es geht um die über technische Geräte und Systeme ermöglichte Kommunikation und den Austausch von Informationen.


Der häufig anzutreffende Rückgriff auf die Etymologie des Wortes und die sich aus der lateinischen Wortbedeutung „Mitte" ergebende Umschreibung des Begriffs Mediums als Informationsträger und -vermittler schafft keine Klarheit und ist aus pädagogischer Sicht eher irreführend.


In der medienwissenschaftlichen und medienpädagogischen Diskussion besteht Einigkeit darüber, dass Medien zum Gegenstand von Allgemeinbildung werden, weil sie an der Sinnproduktion beteiligt sind, also nicht - wie die ursprüngliche Wortbedeutung nahe legt - bloße „sinntransportierende" Mittler sind. Um den Anteil der Medien an der Sinnproduktion und ihre kulturverändernde Bedeutung zu erfassen, muss man den Begriff „Medium" als einen „Kompaktbegriff" verstehen, der mehrere sich gegenseitig beeinflussende Aspekte umfasst. Zu unterscheiden sind:

 

  • „der technisch-apparative Aspekt: Geräte bzw. Systeme und Trägermedien (...) zur Aufzeichnung, Übertragung, Wiedergabe oder Speicherung von Informationen,
  • der inhaltliche Aspekt: die Kommunikate, d.h. die Aussagen und Botschaften, die (...) über die Wechselwirkung zwischen Form und Inhalt produziert werden,
  • der funktionale Aspekt in einem kommunikativen und gesellschaftlichen Kontext (...)"

(nach der Gesellschaft für Informatik 1999, S.III)


Je nach Problemstellung werden in der Medienpädagogik unterschiedliche Aspekte und Bezugsebenen angesprochen. 

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