Medienerziehung

Wenn man unter Sozialisation den Prozess versteht, in dem der Mensch zur sozialen, gesellschaftlich handlungsfähigen Persönlichkeit wird, dann liegt es auf der Hand, dass den Medien in diesem Prozess eine wichtige Rolle bei der Entwicklung kultureller Orientierung, von Weltbildern und Einstellungen sowie der Vermittlung von Werten zukommt. Insbesondere Orientierung über Moden, Lebensstile, Jargon und generell den Umgang miteinander wird schon von Kindern in den Medien gesucht. Medien bieten vielfältige Angebote und Materialien für die Identitätsbildung von Heranwachsenden. Damit gewinnen Medien als Sozialisationsinstanzen neben Elternhaus, Gleichaltrigen und Schule für Heranwachsende zunehmend an Bedeutung.

Medienerziehung hat in diesem Kontext die Aufgabe, Kinder und Jugendliche zu befähigen, bei der Auswahl, Einschätzung und Nutzung gesellschaftlich relevanter Medien geeignete Kriterien anzulegen und mit Medien sachbezogene Themen oder eigene Vorstellungen umzusetzen oder an die Öffentlichkeit zu bringen.


Medienerziehung soll, so der 1994 von Kultusministern und - senatoren der Länder verabschiedeten Orientierungsrahmen "Medienerziehung in der Schule", Kinder und Jugendliche zu einem sachgerechten, selbstbestimmten, kreativen und sozialverantwortlichen Handeln in einer von Medien beeinflussten Welt befähigen.

 

Nach dem Orientierungsrahmen umfasst medienerzieherische Arbeit in der Schule vor allem drei Aufgabenbereiche: 

  • Nutzung von Medien und nichtmedialen Möglichkeiten für unterschiedliche Aufgaben
  • Einblick in Wirkungsweise und Produktionsbedingungen von Medien
  • Praktisch-gestalterische Medienarbeit.
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Medienethik

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