Mediensozialisation

Wenn man unter Sozialisation den Prozess versteht, in dem der Mensch zur sozialen, gesellschaftlich handlungsfähigen Persönlichkeit wird, dann liegt es auf der Hand, dass den Medien in diesem Prozess eine wichtige Rolle bei der Entwicklung kultureller Orientierung, von Weltbildern und Einstellungen sowie der Vermittlung von Werten zukommt. Insbesondere Orientierung über Moden, Lebensstile, Jargon und generell den Umgang miteinander wird schon von Kindern in den Medien gesucht. Medien bieten vielfältige Angebote und Materialien für die Identitätsbildung von Heranwachsenden. Damit gewinnen Medien als Sozialisationsinstanzen neben Elternhaus, Gleichaltrigen und Schule für Heranwachsende zunehmend an Bedeutung.

Dabei ist jedoch nicht von einem monokausalen Wirkungsverlauf auszugehen, in dem die Kinder und Jugendlichen passiv dem Einfluss der Medien ausgesetzt sind, sondern die Kinder und Jugendlichen sind vielmehr handelnde Individuen, die sich im symbolischen Feld der Medien selbst sozialisieren.

Bei der Beschäftigung mit der Mediensozialisation handelt es sich also um die Auseinandersetzungen mit den dynamischen Wechselbeziehungen zwischen Individuen, Medien und Gesellschaft und die Prozesse von Individuation, Identität, Individualisierung und Modernisierung. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welchen Einfluss Medien ausüben und welche Potenziale sie für die Sozialisation besitzen.


 

Publikationen

Facebook, Youtube, schülerVZ sind die Seiten, die gerade von Kindern und Jugendlichen am häufigsten angesteuert werden. Die virtuellen Welten von Computerspielen stehen hoch im Kurs und auch das Fernsehen dominiert ihre Freizeit.
Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen, Sinn und Gefahren der Mediennutzung untersuchen.

Heranwachsende ab 12 Jahren und ihr Umgang mit Computerspielen - das ist das Thema einer Expertise des Projekts GamesLab.

Die Broschüre "Mein digitales Leben - Rechtliches kurz erklärt" hilft Jugendlichen komplexe Themen wie Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht oder Datenschutz zu verstehen.

Die Mediennutzung von Sechs- bis 13-Jährigen wird in der KIM-Studie 2012 untersucht.

Das Bündnis gegen Cybermobbing hat eine Studie zum Thema Cybermobbing und Gewalt im Netz veröffentlicht.

Eine Broschüre bietet Tipps und Informationen für den Selbstdatenschutz bei der Nutzung von Facebook (PDF).

Ein Biologiebuch für die Klassen 7/8 ist als erstes freies und offenes Schulbuch entwickelt und im August 2013 veröffentlicht worden.

Games & mehr

Aufgrund der Durchdringung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen ist eine Auseinandersetzung mit Bildschirmspielen unerlässlich. Lesen Sie mehr
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