2. Niedersächsische Schulmedientage 2010

Bildung – Richtung - Zukunft
Regionale Schulmedientage 2010: Forum für die Medienbildung in den Schulen

Kultusminister AlthusmannMit diesem Motto wollen die Regionalen Schulmedientage 2010 die Bedeutung der Medienbildung für eine zukunftsorientierte Arbeit in der Schule aufzeigen. Es ist mittlerweile unbestritten, dass der Erwerb von Medienkompetenz ein unverzichtbarer Teil von Allgemeinbildung ist. Zugleich stellt er eine bedeutsame Erziehungsaufgabe als Beitrag zur allgemeinen Persönlichkeitsentwicklung dar, die aus Wissen und Können, Anwenden und Gestalten sowie Reflektieren und Handeln erwächst.

Beide Aspekte erfordern eine grundlegende und systematische schulische Medienbildung. Daher habe ich auch gern die Schirmherrschaft über die Regionalen Schulmedientage 2010 übernommen.

Im Dezember 2007 hat dies auch der Niedersächsische Landtag mit seiner Entschließung zum „Ausbau des Medienkompetenznetzwerks Niedersachsen“ zu einer wichtigen Aufgabe erklärt:

„Angesichts der rasanten Entwicklung audiovisueller Medien, neuer Technologien, des Zusammenwachsens von alten und neuen Medien, der Ausbreitung des Internets und in dessen Folge der radikalen Umwälzung der bisherigen Formen gesellschaftlicher Kommunikation, Information und Wissenstransfers wird die Vermittlung von Medienkompetenz zur Grundvoraussetzung für eine vollwertige Teilhabe an der gesellschaftlichen Entwicklung. Sie wird zur Schlüsselqualifikation für berufliche Perspektiven und eröffnet neue Bildungshorizonte.

Die umfassende, abgestimmte und dauerhafte Förderung von Medienkompetenz ist deshalb die adäquate Antwort auf diesen grundlegenden Wandel und schützt nachhaltiger als Verbote. Die Vermittlung von Medienkompetenz ist die denkbar beste Form präventiven Jugendschutzes. Medienkompetenz bedeutet, den Umgang mit den Medien lernen, ihre Angebote erkennen und bewerten, deren Potentiale nutzen und vor den Gefahren schützen. In unserer Gesellschaft müssen alle Heranwachsenden die Chance erhalten, Medienkompetenz zu erwerben, auch um die sich abzeichnende digitale Spaltung der Gesellschaft zu verhindern.

Dazu muss auf Landesebene das vorhandene Medienkompetenznetzwerk so ausgebaut werden, dass alle bestehenden Kompetenzen und Initiativen vernetzt, gebündelt und verstärkt werden.“

Ich bin überzeugt, dass das Lernen mit und über Medien den Erwerb und die Ausprägung fachlicher Kompetenzen unterstützen und damit die Unterrichtsqualität nachhaltig verbessern kann. Dem tragen die technische Ausstattung der Schulen wie auch Beratungs- und Qualifizierungsangebote für Lehrkräfte bereits weitgehend Rechnung, und dies findet auch zunehmend seinen Niederschlag in der schulischen Praxis.

Als besondere Chance der schulischen Medienbildung ist hierbei zu bedenken, dass sich ihre Inhalte nicht in einem Fach wiederfinden, sondern diese über die gesamte Fächerpalette verteilt sind. Dies fordert eine angemessene Berücksichtigung der medienpädagogischen Inhalte und Methoden in den Kerncurricula und die verbindliche Aufnahme in die schuleigenen Arbeitspläne der Fächer. Hier gilt es – aus Sicht der Schule und des Unterrichts, vor allem aber aus der Perspektive der Lernenden und Lehrenden – systematisch und konzeptionell Ideen und Umsetzungsmaßnahmen vorzustellen, damit Schulen ein nachhaltig wirkendes Medienkonzept entwickeln können.

Die Schulmedientage bieten dazu ein umfangreiches Programm an: Sie

  • bieten Informationen, Projekte, Workshops, Filme, Musik und vor allem viel Spaß aus der konkreten Arbeit und laden die Schulen zum Mitmachen, Übernehmen und Weiterentwickeln ein,
  • widmen sich dem Lernen mit und über Medien in der Schule,
  • geben kreative und phantasievolle Anregungen für die Gestaltung von Unterricht und Schulleben.


Vorrangiges Ziel ist es, die Schulen und Einrichtungen der Medienbildung in der Region zu vernetzen, das Potenzial der medienpädagogischen Arbeit an Schulen öffentlich zu präsentierten und zum Austausch von Erfahrungen anzuregen.

An den ersten Schulmedientagen 2008 haben sich bei 7 Veranstaltungen mehr als 200 Kitas, Schulen, Initiativen, Institutionen und Firmen beteiligt. Es hat ca. 400 Infostände, Präsentationen, Workshops, Vorträge oder medienkulturelle Beiträge gegeben. Das zeugt von der großen Bereitschaft und dem Gestaltungswillen der Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler.

Und es zeigt sich vor allem auch, dass es gelingen kann, Schülerinnen und Schüler als aktiv Beteiligte zu gewinnen, sei es im Rahmen der Organisation der Veranstaltung oder als Repräsentanten ihrer jeweiligen Schule. Es wird belohnt, wenn man Schülerinnen und Schülern Verantwortung überträgt. Mehr Mut dazu im Schulalltag!


Ihr

Dr. Bernd Althusmann


 

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