Anregungen für den Musikunterricht in der Grundschule allgemein

Im Anhang des Kerncurriculums ist ein Glossar zu finden, das einige musikalische Fachbegriffe erläutert. Diese Erklärungen dienen nur der Orientierung und erheben keinen Anspruch auf eine umfassende Beschreibung.

 

Aerophone: Sammelbezeichnung für Instrumente, bei denen eine Luftsäule in Schwingung vesetzt wird (Flöte, Saxophon).

Aspektbezogenes Hören: Ist bezogen auf bestimmte Aspekte eines Musikstücks (Instrumente, Gliederung durch Pausen, Dynamikverlauf, etc.) im Rahmen einer Höraufgabe.

Bordun: Bezeichnet einen ständig mitklingenden, gleich bleibenden Ton oder ein Intervall, z. B. ein Quintbass.

Call - Response: Dienst als Prinzip des Einübens von Liedern und thythmischen Pattern. ein Vorsänger singt/ spielt einen kleinen Ausschnitt vor und die Gruuppe singt/ spielt diesen Ausschnitt nach.

Chordophone: Sammelbezeichnung für Instrumente, die zur Tonerzeugung schwingende Saiten verwenden, die diese Schwingungen in der Regel auf einen den Klang verstärkenden Resonanzkörper übertragen (Violine, Harfe, Klavier).

Dreiklang: Besondere Form eines musikalischen Zusammenklangs, der aus zwei gleichzeitig oder nacheinander erklingenden Terzen gebildet wird.

Dynamik: Laustärke in der Musik. Gebräuchliche Abstufungen sind: sehr leise (pia-nissimo - pp), leise (piano - p), etwas leise (mezzo-piano - mp), mittelstark (mezzo-forte - mf), laut (forte - f), sehr laut (fortissimo - ff), allmählich lauter (crescendo - cresc. oder <), allmählich leiser (diminuendo - dim. oder >), laut, dann leise (forte piano - fp), plötzlich sehr laut akzentuiert (sforzando - sf).

Ensemble: Eine Gruppe von Ausführenden wird in der Musik als Ensemble bezeichnet. Es gibt reine Vokalensembles, reine Instrumentalensembles und gemischte Ensembles (Orchester, Quartett, Band).

Ensemblepraxis: Musizieren im Ensemble; dazu gehören Anleitung, Spieldisziplin, aufeinander Hören, das Spielen nach Dirigat, Tempo aufnehmen, Blickkontakt, gemeinsames Einsetzen, das Beachten musikalischer Zeichen (Lautstärke, Pausen...); "Musik kommt aus der Stille und geht in die Stille".

Grafische Notation: Bei der grafischen Darstellung werden akustische Vorgänge zeichnerisch durch Symbole, Farben und Linienführungen ins Optische übertragen.

Punktklang Einzelklang von kurzer Dauer, z. B. Holzblocktrommel (laut - leise)
Schwebeklang Einzelklang von langer Dauer; ausklingend, z. B. Triangel
Gleitklang auf- und abgleitender Klang, z. B. Glissando auf Glockenspiel oder Metallophon
Bewegungsklang schnelle Spielbewegung, z. B. schütteln, reiben, Trommelwirbel
Cluster Zusammenklang aus vielen nebeneinander liegenden Tönen

 

Idiophone: Sammelbezeichnung für Instrumente, bei denen der schwingende Instrumentenkörper selbst und nicht eine Membran oder eine Saite den Ton erzeugt (z. B. Becken, Rassel oder Xylophon).

Intervall: Abstand zweier gleichzeitig oder nacheinander erklingender Töne.

Kleines Schlagwerk: siehe Orff-Instrumentarium

Membranophone: Sammelbezeichnung für Instrumente, bei denen der klang durch Schwingungen gespannter Membranen (Haut, Fell) erzeugt wird. (z. B. Pauke, Trommel).

Metrum/ Grundschlag: Regelmäßig durchlaufender Schlag, auch "Puls" oder "Beat" genannt.

Musikalische Parameter: Bezeichnung der einzelnen Dimensionen des musikalischen Wahrnehmungsbereichs wie Lautsärke, Tondauer, Tonhöhe, Klangfarbe, Tempo.

Musikalische Prinzipien: Bezeichnung musikalischer Mittel der Gestaltung und des Ausdrucks wie Wiederholung, Veränderung (z. B. melodisch oder harmonisch) und Kontraste (z. B. rhythmisch, dynamisch, auf die Klangfarbe bezogen).

Notationskonventionen: In der Regel werden Notationen von links nach rechts gelesen, höhere Töne sind dabei oben, tiefere Töne unten notiert. Grafische Notationen bilden Klangeigenschaften im Gegensatz zur traditionellen Notation analog ab: lange Töne sind lang, kurze Töne sind kurz dargestellt. Ein großer Punkt bezeichnet einen lauten Punktklang, ein kleiner Punkt bezeichnet einen leisen Punktklang.

Orff - Instrumentarium:

  • Klanggesten (körpereigene Instrumente): Klatschen, patschen, stampfen ...
  • Kleines Schlagwerk: Fellinstrumente (Trommeln, Pauken, Bongos, Congas ...), Rasselinstrumente (Kugelrassel, Chickenshake, Maracas, Cabaza, Schüttelrohre ...), Metallinstrumente (Triangel, Fingerzymbel, Becken, Glocken, Chimes, Schellenkranz ...), Holzinstrumente (Claves, Holzblocktrommel, Röhrentrommel, Kastagnetten, Guiro ...)
  • Stabspiele: Glockenspiel, Xylophon, Metallophhon, Bassstäbe, Klangstäbe

Ostinato: Ständig wiederkehrende melodische, rthythmische oder harmonische Figur meist in der tiefsten Stimme gespielt.

Pattern: Ein- oder zweitaktige rhythmische, aber auch harmonische oder melodische Figuren, die mehrfach wiederholt werden.

Rhythmical: Ein rhythmisch gesprochener Text oder eine Lautfolge.

Rhythmus: Zeitliches Ordnungsprinzip der Musik auf der Grundlage des Taktes.

Skalen: Tonleitern

Soundwalk: "Klangspaziergang" auf einer zuvor festgelegten Route. Dabei darf nicht gesprochen werden. Die Aufmerksamkeit ist auf alle hörbaren Klänge und Geräusche gerichtet. Anschließend findet eine Auswertung in mündlicher bzw. schriftlicher Form im Klassenunterricht statt.

Takt: Gliederung der Grundschläge durch Betonung (2er-Takt, 3er-Takt, 4er-Takt, usw.)

Tempo: Geschwindigkeit der Grundschläge.

Tonraum: Für Kinder wird der Tonraum zum Singen von Liedern in der Regel in dem Bereich c' - f'' angegeben.

Traditionelle Notation: Notationsweise von Musik im Notensystem mit fünf Linien. Die Form des Notenkopfes und die ggf. am Notenhals angebrachten Fähnchen oder Balken kennzeichnen die relative Dauer der Note. Die Tonhöhe wird durch die vertikale Position des Notensymbols im Notensystem angegeben.

Tutti: Alle Stimmen (Gegensatz: Solo)

Variierende Wiederholung/ Variantenbildung: Die wiederholte Ausführung rhythmischer oder melodischer Pattern, eines Motivs oder Lieds unter Veränderung des Tempos und der Lautstärke, ggf. auch der Tondauer, Tonhöhe oder Klangfarbe.

 

Quelle: Kerncurriculum für die Grundschule Musik

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Auf einem Notenblatt liegend ist ein Saxophon zu erkennen.

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