Was ist eine körperliche Beeinträchtigung?

Eine körperliche oder motorische Beeinträchtigung liegt vor bei:

  • erheblichen Funktionsstörungen des Stütz- und Bewegungssystems,
  • Schädigungen von Gehirn, Rückenmark, Muskulatur und Knochengerüst,
  • Fehlfunktion von Organen
  • erhebliche Störungen der Wahrnehmungsverarbeitung (Dyspraxie, Perceptionsstörungen) oder
  • schwerwiegenden psychischen Belastungen infolge andersartigen Aussehens.

Ein sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf im Bereich körperliche und motorische Entwicklung liegt erst vor, wenn sich die Beeinträchtigung erschwerend auf wesentliche Bereiche des Lebens eines Schülers auswirkt. Dies kann auch bei einer chronischen Erkrankung wie z. B. Epilepsie, Diabetes oder Rheuma der Fall sein.

 

Mögliche Auswirkungen einer Beeinträchtigung im Bereich der körperlichen und motorischen Entwicklung

Jede körperliche Beeinträchtigung oder chronische Krankheit kann Einfluss auf die Entwicklung der Persönlichkeit und auf das Lern-, Leistungs- oder Sozialverhalten haben.

  • Motorische Einschränkungen und Wahrnehmungsstörungen können sich erschwerend auf alle Lern- und Lebensbereiche auswirken: das Rechnen, das Lesen- und Schreibenlernen, die Schrift, das Sortieren der Schultasche, das Planen der Arbeitsschritte, Spielen, An- und Ausziehen etc.
  • Mögliche Störungen des Selbstwertgefühls erschweren eine altersangemessene emotionale Entwicklung und die soziale Integration.
  • Vermindertes Umweltwissen und eine eingeschränkte Sprachkompetenz können sich im gesamten Unterricht auswirken.
  • Eine allgemeine Verlangsamung und herabgesetzte Belastbarkeit beeinträchtigen Konzentration und Ausdauer.
  • Krankheits- oder beeinträchtigungsbedingte Fehlzeiten im Unterricht erfordern eine Berücksichtigung im Schulalltag.

Hinweise für Lehrkräfte

Wenn Sie bei einer Schülerin oder einem Schüler mit Problemen konfrontiert sind, die auf eine körperliche Beeinträchtigung oder eine chronische Erkrankung zurückzuführen sind, sollten Sie

  • die Eltern über die Beobachtungen informieren und weitere Aktivitäten abstimmen.
  • Kontakt zum Mobilen Dienst KME aufnehmen.

(in Anlehnung an: Mobile Dienste Lüneburg,http://www.mobile-dienste-lueneburg.de)

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