Britische Medien

Britische Printmedien

Im Zuge der industriellen Revolution erforderte der Fortschrittsgedanke, dass Wissen und Kompetenz (nicht zuletzt auch um Tagesaktualität) sowie die Kommentierung dessen ein zentrales Anliegen für eine liberalisierte (britische) Gesellschaft sein musste. Die Abschaffung der "Taxes on Knowledge"  in den Jahren 1855 bis 1861 versinnbildlichte und garantierte demzufolge die Öffnung hin zu einer freidenkenden Gesellschaft. Zwischen 1850 und 1860 erfuhr Großbritannien eine enorme Expansion täglicher wie sonntäglicher Zeitungen. Um 1863 existierten beispielsweise rund 1000 Zeitungen in Großbritannien, wobei die meisten erst kurz vorher gegründet worden waren.

Unterschieden werden britische Presseerzeugnisse nach wie vor in Qualitätszeitungen (sogenannte "quality papers" oder "broadsheet newspaper") und Boulevardblätter (sogenannte "tabloids", "popular press" oder sogar "gutter press"). Die Zeitungen differieren bereits in ihrem Erscheinungbild, denn Qualitätszeitungen erscheinen zumeist großformatig mit umfangreichen Artikeln und eher wenigen Fotos, während Boulevardzeitungen entsprechend kleinformatig, jedoch übersät mit überdimensionierten Schlagzeilen und Fotos sowie kurzen Artikeln auftreten. Die Termini deuten bereits auf ihre Inhalte: Qualitätszeitungen konzentrieren sich vornehmlich auf seriöse und breit gefächerte Berichterstattung nationaler und auch internationaler Nachrichten, während Boulevardblätter eher sensationell über Geschichten aus dem Leben und Prominews berichten. Hinsichtlich der Behandlung von britischen Printmedien werden hier Unterrichtsideen aufgeführt.

Die britische Presse ist frei von jeglicher Zensur, sie unterliegt keinerlei staatlicher Kontrolle. Vielmehr wird sie als Kontrollinstrument und kritischer Apparat betrachtet, wobei Regierung und Entscheidern auf die Finger geschaut wird. Sie hat erheblichen Einfluss auf öffentliche Angelegenheiten und wird daher auch häufig als die Vierte Gewalt ("Fourth Estate") bezeichnet.

Der Umsatz von Printmedien bricht bekanntlich aufgrund des zunehmenden Internetkonsums global zunehmend ein. Jedes Printmedium hat mittlerweile ein digitales Äquivalent, sodass hier auf den Internetauftritt der mithin wichtigsten Blätter verwiesen werden soll.

 

Britisches Radio und Fernsehen

Die britische Radio- und Fernsehlandschaft wird insbesondere von der BBC dominiert. Die British Broadcasting Corporation ("BBC") wurde 1922 als staatlicher Rundfunkdienst gegründet. Sie wird vor allem durch Rundfunkgebühren finanziert und bietet sowohl Radio- und Fernsehformate als auch einen Internetservice. Darüber hinaus existieren in Großbritannien kommerzielle oder bürgerliche Sender. Viele qualitativ hochwertige Audio-Beiträge der BBC sind im Oberstufenunterricht als Hör- und Sehverstehensaufgaben einsetzbar.

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Bildrechte: Bild: Bobbie Johnson (wikimedia commons, cc)

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