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Bilingualer Unterricht

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Im Rahmen des europäischen Zusammenwachsens und weltweiter Veränderungen wird die Begegnung mit fremden Sprachen und Kulturen immer selbstverständlicher, aber auch notwendiger. In der Lebenswelt unserer Schülerinnen und Schüler sind Mehrsprachigkeit und multikulturelle Gesellschaft ohnehin schon vielfach Realität geworden. So gehört es fast schon zur Normalität des Alltags, dass Kinder und Jugendliche mit verschiedenen kulturellen Hintergründen miteinander und voneinander lernen. Die kulturelle Vielfalt in Europa ist eine Quelle gegenseitiger Bereicherung. Sie kann aber ohne einen gewissen Grad an kommunikativer Kompetenz in mehreren Sprachen nicht erschlossen werden. Ohne die Entwicklung von Mehrsprachigkeit ist es schwierig Gefühle, Werte, Glaubensanschauungen oder Traditionen nachzuvollziehen und zu verstehen. Aber auch unter den nicht weniger wichtigen Aspekten wie internationaler Zusammenarbeit, Mobilität und Arbeitsmarktchancen kommen wir nicht mehr mit nur einer Fremdsprache aus.

Das bedeutet für den bilingualen Sachfachunterricht, dass eine aus den obigen Überlegungen resultierende Konzeption und die darauf bezogene Lehrerausbildung über die bisherige traditionelle Anbindung an die Sachfächer in der Muttersprache hinausgehen und sich für neue Inhalte öffnen muss, um so ein eigenständiges Profil zu gewinnen. Eine entsprechende Lehrerausbildung trägt damit zu einer Qualitätssicherung bei und ist gleichzeitig eine Zukunftsinvestition. Sie entspricht den auf die Zukunft ausgerichteten sprachenpolitischen Forderungen und Vorgaben der Kultusministerkonferenz und der EU. Diesen Vorstellungen kommt das NLQ zum einen mit Kursen für Lehrkräfte nach, die bereits an Schulen mit bilingualen Zweigen tätig sind.

Auf der anderen Seite gibt es noch keine kontinuierliche Ausbildung, die in der Universität beginnt und in den Seminaren fortgesetzt wird. Eine Ausbildung im bilingualen Bereich wird über die normale Ausbildung in den Unterrichtsfächern bzw. den Fach- und allgemeinpädagogischen Seminaren hinausgehen und die Belastung der Referendare in nicht unerheblichem Maße erhöhen. Bei der Bewältigung dieser Aufgabe ist das NLQ ebenfalls eingebunden. Es wird in Zusammenarbeit mit dem MK, den Universitäten und den Seminaren dazu beitragen, dass
– Strategien für eine Unterstützung der sachfachlichen Lernprozesse entwickelt werden
– eine Annäherung beteiligter Fachdidaktiken erfolgt
– bilinguale und damit auch interkulturelle Kompetenz gefördert wird

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