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Bildungsbeitrag des Faches Gesellschaftslehre

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Oberstes Ziel des Unterrichts im Fach Gesellschaftslehre ist es, Schüler und Schülerinnen zur Mündigkeit in der Gesellschaft zu führen. Mündigkeit erfordert vom Einzelnen Orientierungswissen, die Fähigkeit und Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für die eigene Lebensplanung und die Bereitschaft zur Partizipation in der Gesellschaft.

In einer Welt, die von ständigem Wandel und Interdependenzen geprägt ist, verhilft Gesellschaftslehre dem Jugendlichen dazu, ein politisch-historisches, soziales und räumliches Bewusstsein zu entwickeln, um sich in seiner Welt zurechtzufinden, Solidarität mit anderen zu entwickeln und politisch verantwortlich zu handeln.


Das Fach Gesellschaftslehre thematisiert soziale, ökonomische, ökologische und politische Phänomene und Probleme der nachhaltigen Entwicklung und trägt dazu bei, wechselseitige Abhängigkeiten zu erkennen und Wertmaßstäbe für eigenes Handeln sowie ein Verständnis für gesellschaftliche Entscheidungen zu entwickeln.
Das Fach Gesellschaftslehre hat die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler zur Aufnahme einer Berufstätigkeit vorzubereiten und bei der Berufswahlentscheidung zu unterstützen. Dies geschieht u. a. durch Reflexion geschlechtsspezifischer Rollenerwartungen in der Berufswelt und bei der Lebensplanung.


Gesellschaftslehre unterstützt die Schüler und Schülerinnen dabei, sich Kenntnisse über geschichtliche Entwicklungen, geografische Bedingungen und politische Strukturen anzueignen, und befähigt sie, ihre Lebenswelt zunehmend selbstständig zu erschließen, sich in ihr zu orientieren und sie mitzugestalten. Sie erkennen das friedliche Miteinander von Völkern und Staaten als unverzichtbare Voraussetzung auch für ihr eigenes Leben an und entwickeln die Fähigkeit, sich in das Denken und die Probleme von Individuen und gesellschaftlichen Gruppen hineinzuversetzen. Die Lernenden erweitern ihre interkulturelle Kompetenz und übernehmen Verantwortung für die Achtung der Menschenrechte. Sie erwerben dadurch Voraussetzungen für politisches und soziales Engagement sowie die Wahrnehmung politischer Partizipation über die Schule hinaus.

 

In Gesellschaftslehre erwerben, erweitern und vertiefen Schülerinnen und Schüler Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten mit dem Ziel, die Welt in ihren Wechselwirkungen zwischen historischen, geografischen und politischen Entwicklungen zu verstehen. Verantwortliches Handeln setzt dabei Kenntnisse historischen Wandels und kulturräumlicher Entwicklung sowie Kenntnisse politischer Strukturen sowie einen kritischen Umgang mit Medien voraus. Deshalb hat das Fach Gesellschaftslehre als integriertes Fach die Fragestellungen, Probleme, Methoden und Ergebnisse mehrerer Bezugsdisziplinen aufzunehmen. Dazu gehören Geschichte, Geografie, Politik sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.


Ausgehend von den Erfahrungen, Interessen und Alltagsvorstellungen der Schülerinnen und Schüler führt der Unterricht in Gesellschaftslehre zur Aneignung und Vertiefung von Fachkenntnissen, vermittelt Methoden der  Erkenntnisgewinnung und zielt auf die Fähigkeit zum verantwortlichen Handeln. Insofern leistet das Fach  Gesellschaftslehre auch einen Beitrag zur Verkehrs- und Umwelterziehung.


In der Auseinandersetzung mit Medien eröffnen sich Schülerinnen und Schülern erweiterte Möglichkeiten der Wahrnehmung, des Verstehens und Gestaltens. Für den handelnden Wissenserwerb sind Medien daher selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts. Sie unterstützen die individuelle und aktive Wissensaneignung und fördern selbstgesteuertes, kooperatives und kreatives Lernen. Medien, insbesondere die digitalen Medien, sind wichtige Elemente zur Erlangung fächerübergreifender Methodenkompetenz. Sie dienen Schülerinnen und Schülern dazu, sich Informationen zu beschaffen, diese zu interpretieren und kritisch zu bewerten, und fördern die Fähigkeit, Problemlösungen selbstständig zu präsentieren.

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