NLQ-Weiterbildungsmaßnahme

Weiterbildungsmaßnahme „Niederdeutsch und Saterfriesisch an Schulen des Primarbereichs und des Sekundarbereichs I“

Das Land Niedersachsen umfasst unterschiedliche Regionen mit vielfältigen Kulturlandschaften, die auch durch die Sprachen ihrer Bewohnerinnen und Bewohner geprägt werden. Mit der Regionalsprache Niederdeutsch (Plattdeutsch) und der Minderheitensprache Saterfriesisch besitzt das Land neben der Amtssprache zwei so genannte kleine Sprachen, die eine Jahrhunderte alte Tradition aufweisen und einer besonderen Förderung bedürfen, um sie zu erhalten. So sieht der Bildungsauftrag im Niedersächsischen Schulgesetz vor, dass die Schülerinnen und Schüler fähig werden sollen, „ihre Wahrnehmungs- und Empfindungsmöglichkeiten sowie ihre Ausdrucksmöglichkeiten unter Einschluss der bedeutsamen jeweiligen regionalen Ausformung des Niederdeutschen oder des Friesischen zu entfalten“. Im Rahmen der Europäischen Charta für Regional- oder Minderheitensprachen hat sich Niedersachsen zudem verpflichtet, diese Sprachen zu schützen und zu fördern, um somit zu ihrem Erhalt beizutragen.

Die im Folgenden vorgestellte Weiterbildungsmaßnahme zählt zu diesem Programm und wird zum zweiten Mal in Folge durchgeführt (siehe auch Schulverwaltungsblatt 3/2016).

 Rechtliche Voraussetzungen zur Umsetzung in Schule

Der Erlass „Die Region und ihre Sprachen im Unterricht“ (RdErl. d. MK v. 7.7.2011) sieht vor, dass Grundschulen in ausgewählten Fächern der Pflichtstundentafel mit Ausnahme der Fächer Deutsch, Mathematik und der Fremdsprachen Unterricht in der Regional- oder der Minderheitensprache (bilingual, d. h. als Immersionsunterricht) erteilen.

Schulen des Sekundarbereichs I können zusätzlich im Wahlpflichtunterricht bzw. in Wahlpflichtfächern (mit Ausnahme der Fremdsprachen) niederdeutsche oder saterfriesische Angebote machen.

Die Schulen sind aufgefordert, über den Fachunterricht hinaus Angebote zum aktiven Sprachgebrauch bzw. zum Spracherwerb im wahlfreien Unterricht (Arbeitsgemeinschaf-ten), in Projekten und im Ganztagsschulbetrieb zu unterbreiten. Schulen, die sich nachhaltig um den Erwerb der Regional- bzw. Minderheitensprache verdient machen und sie als Teil des Schulprofils sehen, kann der Titel „Plattdeutsche Schule“ bzw. „Saterfriesische Schule“ durch das Niedersächsische Kultusministerium verliehen werden.

Weitere Informationen sind der Konzeption zu entnehmen.

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Niederdeutsch und Saterfriesisch an Schulen des Primarbereichs und des Sekundarbereichs I

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