Besondere Erinnerungsorte

Der Gedenkstättenbesuch gehört zu unserer Geschichtskultur

Viele Schülerinnen und Schüler besuchen Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus und Gedenkorte für die Opfer der SED-Diktatur. Das gehört  heute meist selbstverständlich zum Programm des Geschichtsunterrichts. Denn Gedenkstätten sind besondere Orte, um gemeinsam zu lernen. Hier können wir uns auch mit unterschiedlichen Erinnerungskulturen auseinandersetzen.

Wie man einen Gedenkstättenbesuch gestaltet

Gedenkstätten sind authentische Orte des Erinnern. Das bedeutet, dass sie ihre besondere Wirkung nur dann entfalten können, wenn die Besucher möglichst vertraut sind, mit dem, was dort geschehen ist und woran erinnert wird. Wichtig ist auch, dass die Besucher bereit sind, sich auf diesen Ort einzulassen. Routinefahrten und Großgruppenbesuche im Rahmen des Schulprogramms sollten deshalb vermieden werden. Beides ist pädagogisch wirkungslos und kann sogar kontraproduktiv sein. Lehrerinnen und Lehrer sollten Gedenkstättenbesuche daher nicht anordnen, sondern mit den Lernenden die Exkursion vereinbaren. Schülerinnen und Schüler können dann ihre Bedürfnisse und Fragen formulieren. Sie sollten möglichst individuelle und ernsthafte Antworten darauf bekommen.

Wie lange ein Gedenkstättenbesuch dauern sollte

Auch wenn die Gedenkstätte gleich um die Ecke liegt - ein zweistündiges Programm vor Ort, das perfekt in den Unterrichtstag passt, empfiehlt sich nicht. Mindestens einen ganzen Tag sollte der Besuch einer Gedenkstätte dauern. Den Ablauf können Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit dem pädagogischen Dienst der Gedenkstätten planen, um den Besuch möglichst lerngruppenorientiert zu gestalten. Besonders wirksam werden Projekte, die Schülerinnen und Schüler während zwei bis fünf Studientagen in der Gedenkstätte durchführen.

Wie man einen Gedenkstättenbesuch finanzieren kann

Wenn die Gedenkstätte nicht gleich um die Ecke liegt, entstehen Reise-, manchmal auch Übernachtungskosten. Besucher von Gedenk- und Dokumentationsstätten in Niedersachsen können Zuschüsse in Höhe von 50% der Fahrtkosten erhalten. Diese Förderung gilt in erster Linie für Schülerinnen und Schüler. Die Zuschüsse können bei der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten beantragt werden.

 

Hinweise zu Gedenkstätten in Niedersachsen und Vorbereitungsmaterialien für den Unterricht finden Sie in der rechten Randspalte.

Drucken

Sie möchten diesen Inhalt mit anderen teilen?

Niedersachen-Portal
Ich möchte diesen Inhalt über einen Social Network- oder einen Bookmark-Dienst teilen:

* Pflichtfelder
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln