Orientierungsrahmen Medienbildung

Im Februar 2011 beschloss das damalige Landeskabinett das „Gesamtkonzept Medienkompetenz – Meilensteine zum Ziel“. Dieses die Bildungsbereiche übergreifende Landesprogramm hatte eine Laufzeit bis Ende 2015, wird nun aber darüber hinaus bis 2020 fortgeschrieben.

Im Rahmen der Umsetzung erfolgte 2013 die Entscheidung, zur Unterstützung der verbindlichen Implementierung von Medienbildung in Unterricht, Schulentwicklung und Lehrkräfteaus- und Fortbildung einen Orientierungsrahmen Medienbildung in der Schule zu entwickeln. Seitdem hat eine Arbeitsgruppe unter Federführung des NLQ an diesem Orientierungsrahmen gearbeitet. In den Entwicklungsprozess einbezogen war die medienpädagogischen Beraterinnen und Berater des Landes Niedersachsen.

Mit dem Orientierungsrahmens Medienbildung steht den Schulen, Studienseminaren und KC-Kommissionen ein „Leitfaden“ für ihre Arbeit zur Verfügung. Wir erhoffen uns, dass mit der intensiven Nutzung des Orientierungsrahmens ein breiter Diskurs über Fragen zur Bedeutung der Medienbildung für die Qualität von Schule entsteht.

In der aktuellen Diskussion im Bildungsbereich existiert weitgehend Übereinstimmung, dass methodische Kompetenz, personale Kompetenz und soziale Kompetenz immer wichtiger werden, mindestens aber so wichtig wie kognitive Kompetenzen. Dies läuft auf einen breit gefassten Begriff von Allgemeinbildung hinaus, der grundlegende Kompetenzen und Fähigkeiten beinhaltet, insbesondere auch die der Persönlichkeitsentwicklung.

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welche Qualifikationen und Kompetenzen konkret in der „digitalen Gesellschaft“ für die individuelle Lebensgestaltung, für die Teilhabe am Arbeitsleben und die demokratische Mitverantwortung von besonderer Bedeutung sind und in Zukunft sein werden.

Bei dem Versuch diese Frage zu beantworten, wird meist übereinstimmend der Begriff des „lebenslangen Lernens” in den Mittelpunkt gestellt. Für eben dieses „lebenslange Lernen“ sind die folgenden Qualifikationen und Kompetenzen von besonderer Bedeutung:

  • Selbstverantwortung
  • individuelle Kreativität
  • Eigeninitiative
  • Fähigkeit zur Kooperation
  • Fähigkeit zur interkulturellen Kommunikation
  • Fähigkeit zu kritischem Denken und Problemlösen
  • Medienkompetenz

 

Der Orientierungsrahmen soll die Umsetzung der  Entwicklung von Medienkompetenz in der Schule fördern. Er soll eine systematische und theoriegeleitete Einordnung in den Bildungsauftrag von Schule vermitteln sowie konkrete Anregungen und Hilfen zur Umsetzung im Schulalltag und Unterrichtsowie  in der Aus- und Fortbildung geben. Er soll

  • den KC-Kommissionen helfen, Aspekte des Lernens mit und über Medien systematisch und verbindlich in die Kerncurricula einzubinden
  • Schulen ermöglichen, in die Diskussion über Ziele und Inhalte der Medienbildung einzutreten, ihre entsprechenden Unterrichtsinhalte sukzessiv in die Unterrichtsfächer einzubinden und mit Kompetenzerwartungen zu verknüpfen.
  • Schulen Hilfen für die Entwicklung der Medienbildungskonzepte liefern.
  • die verbindliche Grundlage für die Unterstützungs-, Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahmen des Netzwerks Medienberatung sein.

Der Orientierungsrahmen ist eingebettet in die schulbegleitende Arbeit der Medienberatung in Niedersachsen.

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