Fragen nach Wissen und Glauben

Mit dem Rahmenthema „Wissen und Glauben“ wird die Reflexion grundsätzlicher moralischer Positionen und Problemstellungen erkenntnistheoretisch gebündelt. Dem Anspruch des Aristoteles folgend, der das Verhältnis des Meinenden zum Seienden zu ergründen suchte, werden hier Tragweite und Geltungsbereiche von „Wissen und Glauben“ überdacht.

Im Pflichtmodul „Wahrheitsansprüche“ sollen die verschiedenen Dimensionen des „Für-Wahr-Haltens“ fachbegrifflich erarbeitet werden, sodass über die Kenntnis der verschiedenen Wahrheitstheorien und die der Verifikationsverfahren ein Grundstock zentraler erkenntnistheoretischer Begriffe als Handwerkszeug des Reflektierens aufgebaut werden kann. 

 

Kernkompetenzen des Rahmenthemas

  • unterscheiden zwischen „Wahrnehmung“ und „Erkenntnis“,
  • analysieren und erläutern verschiedene Wahrheitstheorien,
  • untersuchen kultur- und gesellschaftsspezifische Quellen und Zugänge von Wahrheit und Wirklichkeit,
  • reflektieren die ethische Relevanz von Aussagen mit Wahrheitsanspruch,
  • bewerten normative Implikate von Wahrheitsansprüchen. 


Pflichtmodul Wahrheitsansprüche 

 

Verbindliche Unterrichtsaspekte: 

  • Dimensionen des „Für-wahr-Haltens“: Glauben, Meinen, Wissen

  • Wahrheitstheorien

  • Verifikationsverfahren 
  • Zusätzlich für erhöhtes Anforderungsniveauaußerrationale Wahrheiten 
 

Mögliche Inhalte:

  • Subjektivität, Objektivität, Intersubjektivität

  • Kant (Methodenlehre)

  • Kohärenz-, Korrespondenz-, Konsenstheorie

  • Beweise, Syllogismen, Empirie, Definitionen, Induktion und Deduktion

  • Wahrheit als Erfahrung, Alternativmedizin, Ganzheitlichkeit als Prinzip, Mystik als eine spezifische Zugangsweise zu einem religiösen Wahrheitsverständnis

 

 

 

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