Anregungen zur Konzeptentwicklung für die Lehrerausbildung

Ein Ziel, das im Rahmen der Umsetzung des "Gesamtkonzepts Medienkompetenz - Meilensteine für Niedersachsen"  verfolgt wird, ist ein Konzept „Phasenübergreifende Medienbildung“, in dem für die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften Mindeststandards einer medienpädagogischen Grundbildung für die 1. und 2. Phase der Lehrerausbildung und die Lehrerfortbildung festgelegt sind.

Anregung zur Konzeptentwicklung

"Im engeren Sinne ist dann Medienbildung ein Aspekt der Persönlichkeitsbildung als Prozess und als Ergebnis des Prozesses der Vermittlung von Welt und Selbst durch Medien. Medienbildung ist ein Prozess, in dem der Heranwachsende und der Erwachsene sein ganzes Leben hindurch eine kritische Distanz zu den Medien und ihren Weiterentwicklungen aufbaut und eine Verantwortungshaltung gegenüber den Medien und im Umgang mit ihnen einnimmt. In diesem Kontext wird dann Medienkompetenz zusammen mit anderen Kompetenzen (z.B. Sozial-, Fach- oder Selbstkompetenz) zu einer wesentlichen Voraussetzung für Persönlichkeitsbildung. Wesentlich deshalb weil ohne Medienkompetenz überhaupt keine Bildung möglich ist, weil alle Bildung auf dem repräsentationalen Denken, also auf dem Zeichengebrauch beruht. In diesem Sinne müsste Medienbildung als Teil der Allgemeinbildung gesehen werden".

Ziel der Ausbildung ist die Verankerung medienpädagogischer Kompetenz im professionellen Selbst der Lehrpersonen

„Nach neueren Untersuchungen ist das professionelle Selbst die zentrale Steuerungsinstanz für die einzelnen professionellen Tätigkeiten von Lehrpersonen (Bauer 1998). Es besteht aus einem Ensemble schwer trennbarer Kompetenzen, die insbesondere den Zugang zu den Schülern eröffnen und über deren Motivation bestimmen. Dazu gehört heute unabdingbar eine medienpädagogische Kompetenz. Dieses professionelle Selbst ist der Reflexion zugänglich. Es kann in seiner Wirkweise erkannt, kontrolliert und daher in seinem Aufbau gesteuert werden. Für die Verankerung medienpädagogischer Kompetenz ist es deshalb von zentraler Bedeutung, dass bereits die Studierenden ein meta-kognitives Wissen über die Steuerungsprozesse des professionellen Selbst und ihre Wirkungsweisen erwerben und bewusst an der Integration medienpädagogischer Kompetenz arbeiten."

Prof. Dr. Dieter Spanhel

 

Studium

Studium

Im Rahmen der ersten Phase der Lehrerausbildung stellen die Hochschulen auf der Grundlage eines übergreifenden Konzepts unter Beteiligung der Bildungswissenschaften, Fachwissenschaften und – didaktiken die Mindeststandards einer medienpädagogischen Grundbildung als verbindlicher, prüfungsrelevanter Bestandteil der Ausbildung für alle Studierenden sicher. Lesen Sie mehr
Medienbildung in Studienseminaren

Medienbildung in Studienseminaren

Die Studienseminare müssen gewährleisten, dass die ausgebildeten Lehrkräfte am Ende ihrer Ausbildung über die erforderlichen medienpädagogischen Kompetenzen verfügen, die für professionelles Berufshandeln erforderlich sind. Lesen Sie mehr
Fortbildung

Fortbildung

Lehrkräfte sind verpflichtet, sich zur Erhaltung ihrer Unterrichtsbefähigung fortzubilden. Ständige Innovationen in der Pädagogik, den Fachwissenschaften sowie den Fachdidaktiken und der Methodenlehre machen die regelmäßige Befassung mit diesen Themenbereichen erforderlich, um über die gesamte Zeit der Berufstätigkeit die in der Ausbildung erworbenen Kompetenzen zu festigen und zu erweitern. Dies gilt in besonderem Maße für den Umgang mit Medien und ihren Einsatz im Bildungsbereich, weil Auswirkungen und Tempo der Innovationen hier besonders groß sind. Lesen Sie mehr
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