Medienbildung in Studienseminaren - Medienkompetent/z ausbilden

 2. Phase der Lehrerausbildung (Studienseminare)

1 Wo stehen wir?

1.1 Nach der Verordnung über Masterabschlüsse für Lehrämter in Niedersachsen (Nds. GVBl. Nr. 21/2015 S. 351) vom 02.12.2015 gehört Medienbildung zu den bildungswissenschaftlichen Kompetenzbereichen und Standards. Während des Studiums sollen die Studierenden alle relevanten Kommunikationsformen ihres Fachs kennenlernen, lernen, sie begründet einzusetzen und sie auch als Lehrinhalte oder zur Aufbereitung zielgruppenspezifischer Fachinhalte zu nutzen.
Auszug aus: Medienkompetenz in Niedersachsen. Ziellinie 2020, Hannover Juli 2016, S. 6.

1.2 Die Anforderungen an die zweite Phase der Lehrerausbildung sind in der Verordnung über die Ausbildung und Prüfung von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst (APVO-Lehr) vom 13. Juli 2010 festgelegt. Medienbildung wird hier als Kompetenz verstanden, deren Entwicklung sowohl in den fachdidaktischen und pädagogischen Seminarveranstaltungen als auch in der Unterrichtsplanung und -durchführung erfolgt. Der Bezug zur Medienbildung wird in allen in der APVO-Lehr aufgeführten Kompetenzbereichen, insbesondere jedoch in den Bereichen Unterrichten und Erziehen hergestellt. In den pädagogischen Seminaren gehört der Kompetenzerwerb zur Unterstützung der Entwicklung einer individuellen Wertehaltung der Schülerinnen und Schüler im verantwortlichen Umgang mit den neuen Medien zu den zentralen Themen. Im Kontext mit rechtlichen Aspekten wird das Vorbildverhalten der Lehrkräfte reflektiert sowie die Möglichkeiten und Grenzen ihrer erzieherischen Einflussnahme und die Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten bearbeitet.  
Auszug aus: Medienkompetenz in Niedersachsen. Meilensteine zum Ziel, Hannover Februar 2012, S. 27.

1.3 Die Integration der Medienbildung in die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen für die erste und zweite Phase der Lehrerausbildung ist weiter zu verfolgen.
Auszug aus: Medienkompetenz in Niedersachsen. Ziellinie 2020, Hannover Juli 2016, S. 15.


2 Wo wollen wir hin?

2.1 Das NLQ und die Medienberatung bieten verlässlich Qualifizierungsmaßnahmen für Schulleitungen, Unterrichtende an den Studienseminaren und Lehrkräfte mit besonderen Aufgaben an, die allgemeinbildende Schulen und Seminare in die Lage versetzen, medienkompetent auszubilden.
Auszug aus: Medienkompetenz in Niedersachsen. Ziellinie 2020, Hannover Juli 2016, S. 28.

2.2 Die Studienseminare nutzen die Qualifizierungsangebote der Medienberatung, wobei die Fachkräfte der Medienberatung nicht die Aufgaben der Studienseminare übernehmen, sondern die Ausbildenden in die Lage versetzen, Module der Medienbildung in die Ausbildung zu integrieren. Die Kooperation zwischen MK und der NLM wird ausgebaut. Die Studienseminare nutzen die Qualifizierungsangebote der NLM auf der Grundlage von Vereinbarungen mit den Multimediamobilen vor Ort.
Auszug aus: Medienkompetenz in Niedersachsen. Ziellinie 2020, Hannover Juli 2016, S. 29.


2.3 Die Medienbildung wird in die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen für die erste und zweite Phase der Lehrkräfteausbildung verbindlich integriert. Die Studienseminare entwickeln entsprechende Medienkonzepte für die Ausbildung der Referendarinnen und Referendare.
Auszug aus: Medienkompetenz in Niedersachsen. Ziellinie 2020, Hannover Juli 2016, S. 33.


2.4 Ziel ist, dass die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst am Ende ihrer Ausbildung einen kompetenten Umgang beim Lernen mit und über Medien zeigen, um professionell im beruflichen Alltag handeln zu können. Angehende Lehrkräfte sollen ein mediales Bewusstsein entwickeln, welches Voraussetzung für die Vermittlung von Medienkompetenz ist und welches zu einer Erhöhung der Effektivität von Lehr- und Lernprozessen führt.


(3) IKT – Lernen mit und über Medien an Studienseminaren
Ein Angebot von NLQ und Medienberatung zur Umsetzung der Ziellinie 2020 (siehe 2.1 und 2.2)

Basierend auf den Vorgaben für zusätzliche Qualifikationen in Studienseminaren kann ein Studienseminar bei vorhandenem Medienbildungskonzept eine Zusatzqualifikation zur Medienbildung beantragen. Bei der Durchführung unterstützt die medienpädagogische Beratung die Ausbildenden bei der Durchführung des Angebots von sechs dreistündigen und einer zweistündigen Veranstaltung (siehe Konzeptanlage).

Beteiligte Fachleitungen oder Fachseminarleitungen intensivieren die mediendidaktische Reflexion in ein bis drei Unterrichtsbesuchen. Diese können flexibel in das Konzept eingefügt werden. Die Zusatzqualifikation wird mit einem 20-minütigen Kolloquium im Studienseminar abgeschlossen.
Veranstaltungsorte sind das jeweilige Studienseminar und ein Medienzentrum nach Wahl in der näheren Umgebung. Die Teilnehmerzahl pro Durchgang ist auf 16 Personen begrenzt.
Grundlage für die Bescheinigung der Zusatzqualifikation bildet die erfolgreiche Teilnahme an allen sieben Veranstaltungen und dem Kolloquium.

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