Der Ramadan

Das Fasten im Monat Ramadan zählt zu den „fünf Säulen des Islams“ und ist damit eine der Hauptpflichten von Muslimas und Muslimen. Nach dem Koran erhielt der Prophet Muhammad im Ramadan seine ersten Offenbarungen (Sure 2, Vers 185); schon in vorislamischer Zeit war dieser Monat als Fastenzeit bekannt (Sure 2, Vers 183). Der Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Kalender. Da dieser sich nach dem 28-tägigen Mondzyklus richtet, verschiebt sich der Ramadan jährlich um einige Tage nach vorne.

In Ländern, in denen Muslime die Mehrheit stellen, kann man sich dem Ramadan praktisch nicht entziehen, es herrscht sozusagen Ausnahmezustand in diesen Tagen. Tagsüber geht in den Schulen und in den Büros alles deutlich langsamer, wer kann, überbrückt die Tageszeit mit viel Schlaf. In den Nächten finden dann Feiern und Konzerte statt, in den Straßen ist Volksfestcharakter, spezielle TV-Programme unterhalten Kinder und Erwachsene – das Gegenteil von Ruhe und Besinnung.

In Deutschland bekommen Nichtmuslime vom Ramadan nicht viel mit, da sich das meiste in den Familien abspielt. In den letzten Jahren sind in den größeren Städten jedoch auch öffentliche Veranstaltungen wie beispielsweise „Die Nächte des Ramadan“ in Berlin durchgeführt worden, und islamische Verbände laden ihre Nachbarn zum abendlichen Gebet und Fastenbrechen in die Moschee ein. Viele Gemeinden bieten täglich Essen und Trinken an und wenden sich vor allem an arme Menschen und Familien, die Probleme haben, ihre Mahlzeiten zu bezahlen. Hier lässt sich dann spüren, wie sehr das Fasten im Ramadan ein Gemeinschaftserlebnis von Menschen ganz unterschiedlicher Herkünfte ist. 

Der Ramadan endet mit einem dreitägigen Fest, das auf Arabisch ‘Id al-Fitr und Ramazan Bayramı (auch Şeker Bayramı, „Zuckerfest“) auf Türkisch heißt. Das ‘Id bzw. Bayram ist eines der höchsten Feste des Islams. In dieser Zeit besucht man Freunde und Verwandte und feiert und isst zusammen. Man gratuliert sich und drückt den Wunsch aus, dass Gott das Fasten der anderen annehmen möge.

 

(Quelle: http://www.wasglaubstdudenn.de)

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