Regionale Filmtage zur politischen Bildung

Ein Projekt des NLQ und der AEWB zur Förderung politischer Bildung in Schulen in Zusammenarbeit mit den „Demokratiezentren der niedersächsischen Erwachsenenbildung“ und den Medienzentren des Landes Niedersachsen

Regionale Filmtage 2016/17: „Flucht und Vertreibung heute“

Das Projekt „Regionale Filmtage 2016/17“ führen niedersachsenweit Einrichtungen der Erwachsenenbildung in Zusammenarbeit mit Schulen und lokalen Medienzentren Filmtage durch.

Das Projekt wird in 3 Phasen umgesetzt: In der ersten Phase konzipieren die Einrichtungen der Erwachsenenbildung die Filmtage, inkl. einer didaktischen Konzeption, in der 2. Phase werden die Filmtage durchgeführt. Die 3. Phase fasst die eigene Weiterqualifizierung und die Präsentation und Diskussion in der Öffentlichkeit (Fachtagungen). Die Durchführung der Filmtage liegt in der Zeit von Ostern 2017 bis zu den Herbstferien 2017 (s. Zeitplan). Die Einrichtungen der niedersächsischen Erwachsenenbildung als lokale Anbieter demokratischer politischer Bildung unterstützen und begleiten die Schulen dabei.

Die Einrichtungen der Erwachsenenbildung gewinnen die beteiligenden Schulen (es sind mindestens 2 Schulen einzubeziehen) und binden die lokalen Medienzentren in die Konzeptionierung und Umsetzung ein.

 Ziel ist die Förderung und Entwicklung von Demokratiebildung in Auseinandersetzung mit dem Medium Film. Dabei steht das Thema „Flucht und Vertreibung heute“ im Zentrum. Aktuelle Herausforderungen bilden die Folien für Perspektiven zur Entwicklung einer Migrationsgesellschaft.

 

Regionale Filmtage 2015: Ende des 2. Weltkrieges und die Nachkriegsjahre

Schüler/-innen sprechen mit Flüchtlingen und interviewen sie zu ihrer Lebenssituation in Deutschland und zu ihrem Weg nach Deutschland. Die Ergebnisse werden als Kurzfilm geschnitten. Eine lokale Zeitzeugendokumentation wird mit Schüler/-innen bearbeitet, dafür werden beteiligte Schüler/innen interviewt. Auch diese Interviews werden als Ergänzung zur Dokumentation aufgezeichnet. Vernetzt wird parallel in mehreren Städten gleichzeitig ein Film gesehen, dieser mit einem Rahmenprogramm (Podiumsdiskussion) verarbeitet und die beteiligten via Liveschaltung zusammengebracht. Im Jugendzentrum nehmen Schüler/-innen und junge Flüchtlinge gemeinsam am „Chaosspiel“ teil und kommen miteinander ins Gespräch. Alte örtliche Industrieanlagen, in denen Zwangsarbeiter eingesetzt wurden, werden besichtigt und Lebensgeschichten der Zwangsarbeiter bearbeitet. Plakate werden erstellt und ergänzen eine bestehende. Mit verfilmter Regionalgeschichte und Zeitzeugen wird Geschichte im eigenen Lebensraum konkret. …

Beispiele, die zeigen, wie die Erwachsenenbildung das Medium Film nutzt, um mit Schüler/-innen historische Bezüge aufzunehmen und in aktuelles Handlungsgeschehen zu setzen. Die „regionalen Filmtage 2015“, mit dem Leitmotiv „Ende des 2. Weltkrieges und die Nachkriegsjahre“, ermöglichten 10 Einrichtungen der Erwachsenenbildung in Kooperation mit lokalen Medienzentren und Schulen Aktionstage zum Thema mit dem Medium Film umzusetzen. Gefördert vom Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ), ausgeschrieben, begleitet und ausgewertet von der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB), entwickelten die Einrichtungen der Erwachsenenbildung in Zusammenarbeit mit den lokalen Medienzentren und Schulen Konzepte zur gemeinsamen Umsetzung für Schüler/-innen. Die Konzepte wurden in Aktionstagen in und außerhalb von Schule umgesetzt.

 

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