Schwerpunkt 2

Liebe, Leid und Sehnsucht – Klavierlieder von Zeitgenossen Heinrich Heines nach Gedichten aus seinem Frühwerk

In den meisten Gedichten seines Frühwerks variiert Heinrich Heine auf vielfältige und komplexe Weise die Themen Liebe, Leid und Sehnsucht. Von seiner späteren politischen Satire ist hier noch kaum etwas zu finden. In der Auseinandersetzung mit der romantischen Tradition entwickelt er im charakteristischen Ineinander von Pose, echtem Gefühl und künstlerischer Gestaltung den spezifischen Heineschen Tonfall.
Möglicherweise ist darin ein Grund dafür zu suchen, dass sich zahlreiche seiner Zeitgenossen zu Vertonungen seiner Gedichte inspiriert fühlten, darunter auch Franz Schubert, Robert Schumann und Felix Mendelssohn.

Der Schwerpunkt ermöglicht den Schülerinnen und Schülern exemplarische Erfahrungen sowohl mit einer musikalischen Epoche als auch zugleich mit einer musikalischen Gattung und ihrer Behandlung durch drei bedeutende romantische Komponisten. Wesentliche Elemente der musikalischen Analyse und Interpretation werden insbesondere in der Untersuchung des Verhältnisses von Text und Musik sowie von Gesangs- und Klavierstimme erfahrbar.

Folgende Grundkenntnisse und Kompetenzen werden vermittelt:

  • Kenntnis unterschiedlicher Liedformen vom Strophenlied bis zum durchkomponierten Lied
  • Methoden der Analyse musikalischer Gestaltungsmittel, z. B. in den Bereichen Melodik, Harmonik, Rhythmik, Form, Dynamik, Artikulation, auch in Bezug auf den vertonten Text
  • Orientierungswissen über den Lebenslauf Heinrich Heines
  • Kenntnis und Interpretation charakteristischer Gedichte aus Heinrich Heines Buch der Lieder
  • Fähigkeit, für einen gegebenen Gedichtausschnitt eine Gesangsstimme zu entwerfen: Angabe von Tongeschlecht und Tempo, präzise Notierung von Takt und Rhythmus, Skizzierung eines ungefähren Tonhöhenverlaufs; Erläuterung des Entwurfs
  • Orientierungswissen über die Lebensläufe von Schubert, Schumann und Mendelssohn in Bezug auf den Thematischen Schwerpunkt
  • Liedanalyse anhand von exemplarischen Analysen und Interpretationen, z. B. von: Franz Schubert: „Der Doppelgänger“, DV 957 Nr. 13
    Robert Schumann: „Im wunderschönen Monat Mai“, „Am leuchtenden Sommermorgen“ und „Die alten, bösen Lieder“ aus „Dichterliebe“ op. 48, auch im Hinblick auf den Zyklusgedanken Felix Mendelssohn: „Auf Flügeln des Gesanges“ op. 34 Nr. 2
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