Neuronale und hormonelle Vorgänge im Körper

"Ohr an Großhirn, Ohr an Großhirn, habe soeben das Wort
'Saufkopf' entgegen nehmen müssen!"
"Großhirn an Ohr, von wem?"
"Ohr an Großhirn, ich kann nichts sehn, mal Auge fragen." ...

Wie Otto Waalkes berühmter Sketch zeigt, geht es im Funkverkehr innerhalb unseres Körpers hoch her. Sinnes- und Nervenzellen kommunizieren miteinander. Auch Hormone mischen mit.

Sinneszellen wandeln Reize, also Signale von außerhalb des Körpers,  in körpereigene Signale um. Bei dieser Signaltransduktion entstehen elektrische und chemische Signale. Elektrische Signale, sogenannte Potenziale, geben die Information innerhalb einer Sinnes- oder Nervenzelle weiter. Chemische Signale wirken dagegen an den Synapsen, also den Kontaktstellen zwischen Sinnes- und Nervenzelle oder zwischen zwei Nervenzellen oder auch zwischen Nerven- und Muskelzelle.

Nerven- und Muskelzellen reagieren also empfindsam auf körpereigene chemische Stoffe, die sogenannten Neurotransmitter. Auch körperfremde Substanzen wie Drogen oder Arzneimittel können Nerven- und Muskelzellen beeinflussen.

Hormone sind ebenso wie Neurotransmitter körpereigene chemische Stoffe. Anders als Neurotransmitter werden sie über das Blut transportiert. Manche Hormone, z. B. die Sexualhormone während der Pubertät, bewirken langsame und dauerhafte Veränderungen an den Zielorganen. Andere Hormone wie das Adrenalin bewirken relativ schnelle und reversible Veränderungen im Körper.

Nervensystem und Hormonsystem arbeiten zusammen, zum Beispiel wenn es morgens beim Blick auf die Uhr zu einer Stressreaktion kommt. Die ablaufenden Vorgänge mobilisieren die Leistungsreserven des Körpers, dadurch wird der Bus im Spurt vielleicht noch erreicht.

 

Inhaltsbezogene Kompetenzen 

 
Die Schülerinnen und Schüler…
  • erläutern das Prinzip der Signaltransduktion als Übertragung von extrazellulären Signalen in intrazelluläre Signale.
  • erläutern die Informationsübertragung zwischen Zellen (Nervenzellen: Entstehung und Weiterleitung elektrischer Potenziale, chemische Synapsen, Beeinflussung der Synapse durch einen neuroaktiven Stoff).
  • vergleichen hormonelle und neuronale Informationsübertragung und beschreiben ihre Verschränkung (Stressreaktion).

Quelle: Kerncurriculum für die Qualifikationsstufe

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