ADHS

ADHS ist eine Abkürzung für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen.

ADHS-Symptome unterscheiden sich von ganz normalen Entwicklungserscheinungen in Stärke  und Ausmaß der Auffälligkeiten. Laut Döpfner et al. 2007 gibt es drei Kernbereiche:

  • Aufmerksamkeits- uns Konzentrationsschwächen
  • Impulsives Verhalten
  • Körperliche Unruhe

Es gibt unterschiedliche Ausprägungsgrade. Insbesondere treten die Probleme in Bereichen auf, die eine gewisse Ausdauer voraussetzen (Unterricht, Hausaufgaben, Mahlzeiten). Oft mindern sich die Auffälligkeiten in einer neuen Umgebung oder beim selbstbestimmten Ausüben der Lieblingsaktivität, auch wenn diese ein hohes Maß an Aufmerksamket fordert (PC-Spiel,...).

Die Diagnose ADHS stellen spezialisierte Ärztinnen und Ärzte. Differentialdiagnose: Lernbehinderung, schulische Überforderung/Unterforderung, Ängste, emotionale Belastungen.

Mit der Einschulung kommt es durch die Anforderungen an Ruhe, Ausdauer und Konzentration häufig zu einer deutlichen Zunahme der Probleme. Lehrkräfte sind in einer schwierigen Position, da sie etwas von dem Kind einfordern, was ihm besonders schwer fällt.

Döpfner et al. raten zu elf Grundprinzipien für Lehrkräfte, die Kinder mit ADHS in ihrer Klasse haben: 

  1. Behalten Sie die Übersicht!
  2. Überprüfen Sie die Zusammensetzung der Klasse.
  3. Überprüfen Sie die Organisation des Klassenzimmers.
  4. Gestalten Sie den Unterricht strukturriert und abwechslungsreich.
  5. Stärken Sie Ihre positive Beziehung zum Kind.
  6. Sprechen Sie die Probleme an.
  7. Stellen Sie klare Regeln auf!
  8. Loben Sie das Kind häufig und unmittelbar.
  9. Seien Sie konsequent.
  10. Leiten Sie das Kind zur Selbstkontrolle an.
  11. Halten Sie einen engen Kontakt zu den Eltern.
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