Sprachmittlung

"Mit Sprachmittlung ist die Fertigkeit des sinngemäßen Übertragens in Fremd- und  Herkunftssprache zur Bewältigung von Kommunikationssituationen gemeint. Dabei geht  es weder um eine wortwörtliche Übersetzung noch um Dolmetschen, also nicht um eine detaillierte Wiedergabe des Gesagten. Mündliche und schriftliche Sprachmittlung zeichnet sich immer durch spezifische Aufgabenorientierung, Situations- und Adressatenbezug aus. Die Richtung der Sprachmittlung und die Komplexität der zu bewältigenden Äußerungen und Situationen richten sich nach den jeweils erreichten Niveaus in den rezeptiven und produktiven Teilkompetenzen, also Hören/Lesen und Sprechen/Schreiben. Sprachmittlung zeichnet sich generell dadurch aus, dass diese Teilkompetenzen aufgabenabhängig in unterschiedlicher Ausprägung zum Tragen kommen.

Die Schülerinnen und Schüler setzen zunehmend Hilfsmittel und Strategien ein. Dazu gehören:

  • Verwendung von Glossaren,
  • Vorausplanung,
  • Antizipation von Bedürfnissen der Gesprächspartner,
  • Kompensationsstrategien wie paraphrasing,
  • Vereinfachung von komplexen Strukturen,
  • Aktivierung von Wissen über kulturspezifische Gegebenheiten,
  • Einsetzen von Mimik und Gestik.

Bei entsprechender Aufgabenstellung können alle in der Tabelle am Ende von Kapitel4 aufgelisteten Materialien verwendet werden. Anfangs geben die Schülerinnen und Schüler z. B. die Kernaussagen aus kurzen, einfach strukturierten Alltagstexten auf Deutsch sinngemäß wieder. Im weiteren Verlauf des Sekundarbereichs I wird die Übertragung in die jeweils andere Sprache komplexer, denn sowohl die Materialgrundlagen als auch die Aufgabenstellung werden  zunehmend  anspruchsvoller. Dies bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler unter anderem am  Ende des 10. Schuljahrgangs die wichtigsten Aussagen aus Texten zu aktuellen gesellschaftlichen Themen mündlich und schriftlich in die jeweils andere Sprache übertragen."

Quelle: Kerncurriculum für das Gymnasium, Schuljahrgänge 5-10

Im Materialband Materialien für kompetenzorientierten Unterricht im Sekundarbereich I sind Aufgaben zur Sprachmittlung den Niveaustufen des GeR zugeordnet. Bei der Sprachmittlung ist zu berücksichtigen, dass die Teilkompetenzen und deren Niveaus von der Aufgabe und der Situation abhängig sind.

  • Unterrichtsbeispiele für die kommunikative Teilkompetenz Sprachmittlung für A1 finden sich auf der Seite 16f.
  • Beispielaufgaben für A1 bis B1 finden sich auf den Seiten 182 bis 191.
  • Klassenarbeiten für A2 und B1, in denen die Teilkompetenz mediation einen Teil der Arbeit bildet, finden sich auf der Seite 210f., bzw. 216f.
    Zu berücksichtigen ist bei der Leistungsmessung, dass die Leistungen der Sprachmittlung ein wesentlich geringeres Gewicht haben und deshalb auch in Klassenarbeiten einen geringeren Stellenwert einnehmen sollten.
    vgl.: Materialien für kompetenzorientierten Unterricht im Sekundarbereich I, S. 192

Im Materialband Materialien für kompetenzorientierten Unterricht - Binnendifferenzierung im Sekundarbereich I sind weitere Beispielaufgabe zu finden.

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