Fachdidaktische Tagungen Geschichte - Politik

5. Fachdidaktische Tagung für Geschichte und Politik am 04./05. Februar 2016 in Hannover 

vertrieben, geflohen, angekommen?! -  Das Thema Flucht und Vertreibung im Geschichts- und Politikunterricht am 04. und 05. Februar 2016 in der Akademie des Sports, Hannover

Das Thema „Flucht und Vertreibung“ hat in den vergangenen Monaten eine Aktualität erfahren, die noch vor einem Jahr nicht vorstellbar gewesen wäre.

Die Bilder in den Medien erinnern an die Trecks der Flüchtlinge nach dem zweiten Weltkrieg: Menschen, die ihre Heimat aus Angst vor Gewalt und Elend verlassen müssen und oft nicht mehr besitzen als sie am Leibe tragen; viele von ihnen haben ihre Angehörigen verloren oder sind von Kriegsereignissen traumatisiert.

Die aufnehmenden Länder stellt dies vor enorme Herausforderungen und Schwierigkeiten bei der Integration der Menschen in den Städten und Gemeinden, am Arbeitsplatz, in sozialen Einrichtungen und Schulen.

Die Tagung hat sich von den Fragenstellungen der gegenwärtigen Problemlagen leiten lassen, wobei die historisch-politischen Hintergründe des Themas den Bezugsrahmen der Debatte abgebildeten.

Ziel des historisch geprägten Teils der Tagung war es, die Erinnerung an die Ereignisse der Flucht und Vertreibung der Deutschen ab 1933 in einer europäischen Perspektive zu beleben. Dabei sollte die historisch-politische Analyse aufzeigen, wie Mechanismen der Gewaltmigration funktionieren, aber auch, wie die Opfer dort, wo sie ankommen, mit ihrer neuen Situation zurechtgekommen sind.

Im Tagungsteil der politischen Bildung sollten die Herausforderungen an die Gegenwart in den Blick genommen werden. Dazu gehören Betrachtungen der politischen Situation der Krisengebiete und der Flüchtlinge, aber auch der Umstände der Flucht und eine Beschreibung sowie eine Analyse der gesellschaftlichen Realität.

In einem parallelen Programm jeweils für die Fächer Geschichte und Politik wurden dazu unterrichtspraktische Modelle und Materialien vorgestellt.


 

4. Fachdidaktische Tagung für Geschichte und Politik am 06./07. Februar 2014 in Hannover 

1914 – 2014: Krieg und Frieden. Von der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts zu den Herausforderungen der Gegenwart

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs jährte sich im Jahr 2014 zum hundertsten Mal. Die globalen Auswirkungen dieses Ereignisses sind ein mahnender Anlass, sich erneut mit den Ursachen und Folgen dieses Krieges zu beschäftigen. Historiker, insbesondere der Amerikaner George F. Kennan, bezeichneten ihn als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ und bewerten ihn damit als auslösendes Ereignis für die ihm nachfolgenden Katastrophen. Dazu gehören vor allem der Zweite Weltkrieg und der Holocaust, aber auch die Russische Revolution von 1917, die als eines der ursächlichen Ereignisse für die Entstehung des Ost-West-Konflikts betrachtet werden kann. Der Erste Weltkrieg beendet das „lange“ 19. und eröffnet das „kurze“ 20. Jahrhundert. Er stellt sich somit zum einen als Zäsur und zum anderen als Auftakt für das “Jahrhundert der Ideologien“ dar. Darüber hinaus war er Auslöser für erste Überlegungen im Hinblick auf eine Weltgemeinschaft mit einer gemeinsamen, friedenssichernden Ordnung.

Ziel des historisch geprägten Teils der Tagung war es, die Erinnerung an die Ereignisse der Weltkriegsepoche zu beleben und die überragende historisch-politische Bedeutung des Ersten Weltkriegs für die Entwicklung im 20. Jahrhunderts in gesamteuropäischer Perspektive mit den Schwerpunkten auf der deutschen, französischen und am Rande auch der polnischen Sicht herauszustellen.

Im Tagungsteil der politischen Bildung wurden die Herausforderungen der Gegenwart im Hinblick auf die „Neuen Kriege“ und die Perspektiven für eine friedliche Welt im 21. Jahrhundert thematisiert. Dazu wurde der Wandel in den Denkansätzen und -modellen auf (inter-)nationaler Ebene sowie in didaktisch-methodischen Konzepten für den Politikunterricht vorgestellt und diskutiert werden.


 

3. Fachdidaktische Tagung für Geschichte und Politik am 23./24. Februar 2012 in Hannover 

"Völkermord als Thema im Unterricht"

Zu den politischen Leitmotiven des 20. Jahrhunderts gehört nach dem Historiker Wolfgang Benz die staatliche Verfolgung und Vernichtung von ethnischen und religiösen Gruppen und Minderheiten im Zeichen ideologischer Prämissen.

Die vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge – Landesverband Niedersachsen, der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung – Landesverband Niedersachsen, dem Niedersächsischen Geschichtslehrerverband und dem Niedersächsischen Kultusministeriums organisierte 3. Fachdidaktische Tagung hat den Gegenstand „Völkermord“ aufgegriffen – und dies nicht nur aus historischem und aufklärerischem Interesse.

Mit der Tagung „Völkermord als Thema im Unterricht“ wurde die Absicht verfolgt, vor dem Hintergrund gegenwärtiger und zukünftiger gesellschaftlicher Herausforderungen wie Migration, Interkulturalität, Pluralismus und Integration, Lehrkräften Wege aufzuzeigen, die im Unterricht gerade junge Menschen ansprechen und motivieren können, sich mit der friedlichen Gestaltung des Zusammenlebens der wachsenden Menschheit heute und in Zukunft zu befassen. Die Tagung verfolgte damit nicht zuletzt das Ziel, einen Beitrag zur modernen Demokratie- und Friedenserziehung zu leisten. Mit didaktisch-methodischen Anregungen und Hilfestellungen in den Workshops wollte sie vor allem Lehrkräfte der Fächer Geschichte und Politik sensibilisieren, motivieren und befähigen, das Thema „Völkermord“ erfolgreich im Sinne der beschriebenen Absichten zu behandeln.

Der vorliegende Tagungsband beinhaltet den Hauptvortrag und die fünf Impulsvorträge, die im Plenum gehalten wurden.

Drucken

Sie möchten diesen Inhalt mit anderen teilen?

Niedersachen-Portal
Ich möchte diesen Inhalt über einen Social Network- oder einen Bookmark-Dienst teilen:

* Pflichtfelder
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln