n-report: Journalismus und Schule (2006/2007)

Medienkompetenzvermittlung und Berufsorientierung durch praktischen Umgang mit elektronischen Medien und Netzwerkarbeit im virtuellen Verbund

Das Projekt wurde niedersachsenweit mit 15 Schulen durchgeführt. Es vermittelte Medienkompetenz und Berufsorientierung durch praktisches Tun.
Im Mittelpunkt der einzelnen Lerngruppen und auf der übergeordneten Projektebene stand:

  • Informationen suchen, finden und aufbereiten
  • sich in einem virtuellen Lernnetzwerk begegnen, beraten, vermitteln und lernen

Der Projektstart war im Juni 2006 und wurde im Herbst 2007 erfolgreich beendet.
Einige der im verlaufe des Projekts entstandenen AGs bzw. Kurse wurden nach dem Projektende fortgeführt und an den Schulen dauerhaft etabliert.


Ziel

In der handlungsorientierten, aktiven Medienarbeit des Projektes erhalten die Jugendlichen die Chance, an selbst erzeugten Texten, Bildern und Tönen die Vielfältigkeit von Ausdrucks- und Kommunikations-möglichkeiten zu erforschen. Sie können sich dabei die Umwelt symbolisch neu aneignen, in dem sie ihre eigenen Erfahrungen, Fantasien und Gefühle in IHREN Medienwelten ausdrücken. Zugleich bietet diese Produktionsorientierung die Gelegenheit, sich medienspezifisches Wissen mit Hilfe von Experten anzueignen, in einem Team zu arbeiten und neue Kommunikationsräume zu erschließen. Die Nähe zur Praxis durch den Kontakt zu Journalisten und deren Arbeitsumfeld und die Möglichkeit die eigenen Beiträge über das Internet zu veröffentlichen, sind eine hohe Motivation für die Schülerinnen und Schüler. Die Lehrkräfte erhalten die Möglichkeit, sich unter Anleitung von Profis dem Thema „Medienkompetenzvermittlung“ zu nähern und Berührungsängste zu überwinden. Durch die Teamarbeit in diesem Projekt erwerben sie selbst gleichsam Medienkompetenz und die Fähigkeit, sie unter schulischen Bedingungen sowohl anderen Kollegen als auch den Schülerinnen und Schülern weiterzuvermitteln. Für die betreuenden Medienexperten ergibt sich aus ihrer Teamerrolle heraus die Möglichkeit, die Medienkompetenzvermittlung und ihre Methoden im Zusammenwirken mit den Schulen zu entwickeln, zu erproben und auszubauen. Durch die Nutzung des Internetportals steht interaktives Lehren und Lernen zusätzlich im Focus dieses Projekts. Die gegenseitige Weitergabe von Erfahrungen und Wissen über virtuelle Lerngemeinschaften wird erprobt. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Abbau des Analphabetismus in Sachen Medienkompetenz. Selbständiges und eigenverantwortliches Lernen außerhalb der Schule werden trainiert.

Eine Win-Win-Beziehung für alle Beteiligten.

 

Das Konzept

Die Schüler probieren selbst journalistische Praxis aus. Sie entwickeln Fernseh und Radiobeiträge, Photodokumentationen und journalistische Beiträge auf der Online-Ebene. Neben der Ausstrahlung im Radio und Fernsehen bietet das Internet allen Schülerinnen und Schülern eine Plattform, auf der sie ihre journalistischen Beiträge veröffentlichen können.


Das Projekt soll mit Schülerinnen und Schülern aus der Mittel- und Oberstufe durchgeführt werden. Dies ist sowohl in Kursen als auch in Medien AGs vorstellbar. Um den optimalen Austausch von Wissen und Meinungen zu gewährleisten, sollten zwischen 12 und 16 Personen je Kurs mitarbeiten. Sie treffen sich regelmäßig mit der Lehrkraft und in Abständen auch mit Medienexperten. Diese kommen z.B. aus Medienzentren, Bürgersendern oder den MM-Mobilen.
Gemeinsam bilden sie ein Netzwerk. Der Kurs soll im Rahmen des Projektes über einen Zeitraum von einem Schuljahr durchgeführt werden.


In der ersten Phase werden Grundlagen erarbeitet, auf denen in der Folgezeit aufgebaut wird.


In der zweiten Phase bekommen die Jugendlichen ein vertretbares Maß an Arbeitsaufträgen, um die vermittelten Informationen an praktischen Beispielen ausprobieren zu können. Idealerweise wird eine große Vielfalt an Medien behandelt und vor allem praktisch angewandt. Besuche bei Medienmachern und in Medienunternehmen sollen stattfinden. Denn wer wirklich die Faszination eines Mediums begreifen will, muss es auch sehen, hören und fühlen. Die Schüler sollen spüren, wie hektisch manchmal Nachrichten bei Radio und Fernsehen produziert werden. Sie sollen sehen und hören, wie Redakteure in der Konferenz um das „richtige“ Thema streiten.


In der dritten Phase entstehen Publikationen für die Verbreitung in den Bürgersendern und im Internet. Interessante und zeitnahe Themen für ein Stadtmagazin werden in einem bestimmten zeitlichen Rahmen entwickelt, recherchiert und produziert und auf der projekteigenen Internetseite präsentiert. Für die Online Radiobeiträge wird darüber hinaus das Redaktionssystem von n-21 genutzt und gegebenenfalls mit dem jeweils schuleigenen Internetauftritt verlinkt.
Mit ihren Beiträgen nehmen die Schülerinnen und Schüler an einem Wettbewerb teil. Die besten Beiträge werden prämiert.

  

Video-Beiträge

Praktische Video-Ergebnisse aus der Lehrerfortbildungsmaßnahme Lesen Sie mehr

Audio-Beiträge

Praktische Audio-Ergebnisse aus der Lehrerfortbildungsmaßnahme Lesen Sie mehr

Video-Kameraübungen

Kameraübungen der Lehrkräfte während der Fortbildungsmaßnahme Lesen Sie mehr

Beispielproduktionen der IGS Langenhagen

Schülerproduktionen der SekII an der IGS Langenhagen dienten als Anregung und Motivation für die Projektarbeit an den Schulen. Lesen Sie mehr
Abschlussveranstaltung am 9. Juli 2007

Abschlussveranstaltung am 9. Juli 2007

Um allen Beteiligten ein Gemeinschaftserlebnis zum Ende des Projektes zu vermitteln, wurde im Künstlerhaus Hannover eine Abschlussveranstaltung durchgeführt. Hier hatten alle Projektbeteiligte noch einmal die Möglichkeit sich face to face auszutauschen und die besten Beiträge aus den Projektschulen vorzustellen. Lesen Sie mehr
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