Propaganda im Krieg

Propaganda eine Waffe, die nicht tötet - zumindest nicht unmittelbar.

Ein Aspekt des „Medienereignisses Krieg“ ist die Nutzung der Medien für propagandistische Zwecke. Für den Unterricht bedeutsam sollte dabei nicht die schlichte Frage nach propagandistischer Manipulation sein, sondern die Möglichkeit, einen Blick zu werfen auf das Wechselspiel zwischen Propaganda, amtlicher Zensur, Presse und angeblich verführter Öffentlichkeit.[1] Damit werden die Medien in ihren gesellschaftlichen Kontext gestellt. Dabei handelt es sich um eine gerade für die Gegenwart zentrale Fragestellung, da die mediale Durchdringen der gesellschaftlichen Beziehungen noch wesentlich umfassender ist: ???????? (Anschluß)der systematische Ausschluss von Wahrheit und Kritik aus den öffentlichen Debatten.

„Was machten die Westalliierten im Ersten Weltkrieg besser? 
Die deutsche Heeresleitung setzte vor allem auf eine scharfe Zensur, auf Anweisungen an die Presse und klassische Printmedien. Diese Gängelung entsprach aber nicht mehr der modernen Medienwelt. In Großbritannien und den USA entstanden stattdessen kommerzielle emotionale Filme, die Front und Heimat miteinander verbanden. Sie zeigten Einzelschicksale, etwa über Frauen und Kinder in Belgien, die den barbarischen deutschen Soldaten in die Hände fielen. Dies mobilisierte Soldaten und die „Heimatfront“ für den Krieg. In Deutschland wurden dagegen kaum Filme gefördert.“[2]
 


[1] Vgl. Klaus-Jürgen Bremm: Propaganda im Ersten Weltkrieg, Darmstadt 2013
[2] Der Beginn des modernen Medienkrieges. Interview mit Frank Bötsch (http://www.pnn.de/campus/832627/)

 

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