PIKAS fördert die Umsetzung eines zeitgemäßen Mathematikunterrichts

Das Kerncurriculum in der aktuellen Arbeitsfassung ist hier einzusehen.

Bei der Umsetzung der Bildungsstandards und curricularen Vorgaben sollen die Lehrkräfte im Rahmen der dritten Phase der Lehrerbildung unterstützt werden. Daher hat das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) mit dem Deutschen Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM) im Auftrag des Kultusministeriums einen Kooperationsvertrag über eine zweiphasige Qualifikationsmaßnahme geschlossen.

Das DZLM-Projekt „PIKAS“ bildet hierbei die fachliche und fachdidaktische Basis. In einer ersten Phase werden Mathematiklehrkräfte an Grundschulen zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren weitergebildet. Die fachwissenschaftliche und fachdidaktische Teilnahmevoraussetzung hierfür waren ein vollständig abgeschlossenes Mathematikstudium, sowie der erfolgreiche Abschluss einer Mathematikausbildung im Rahmen des zweiten Staatsexamens. Ab August 2017 werden die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit den Fortbildungen beginnen.

Das Projekt „PIKAS“ fördert die Umsetzung eines zeitgemäßen Mathematikunterrichts, in dem entsprechend den curricularen Vorgaben und Bildungsstandards sowohl inhalts- als auch prozessbezogene Kompetenzen zum Tragen kommen.

Das Gesamtprojekt PIKAS umfasst die beiden Teilprojekte PIK (Mathematikdidaktik) und AS (Schulentwicklung) und bildet die fachdidaktische Grundlage für die gegenwärtige Ausbildung von Fachmultiplikatorinnen und Fachmultiplikatoren im Rahmen der Kooperation.

Die Inhalte von PIKAS können anhand eines Modells aus fünf Häusern anschaulich beschrieben werden, die gleichsam das gemeinsame „PIKAS¬-Dorf“ bilden. Jedes Haus beinhaltet hierbei einen der folgenden fünf Themenschwerpunkte: Mathematische Bildung, Ausgleichende Förderung, Themenbezogene Individualisierung, Herausfordernde Lernangebote, Ergiebige Leistungsfeststellung.

Alle Häuser im PIKAS-Dorf bestehen aus jeweils drei Stockwerken. Im obersten Stockwerk sind die Fortbildungsangebote für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren angesiedelt, die auch zur Selbstfortbildung geeignet sind.

Das Unterrichtsmaterial von PIKAS, das von jeder Lehrperson für den eigenen Unterricht genutzt und auch bearbeitet werden kann, findet sich im zweiten Stockwerk eines jeden Hauses. Diese Materialien sind so konzipiert, dass sie dazu anregen, die Themen unmittelbar im eigenen Unterricht aufzugreifen.

Im Erdgeschoss findet man ergänzende Materialien. Neben fachdidaktischen Texten, Links und Materialien für die Elternarbeit, werden auch Videos angeboten, welche sowohl schülerspezifische Denkweisen aufzeigen, als auch einen zeitgemäßen Mathematikunterricht veranschaulichen.

Ergänzt wird das PIKAS-Projekt durch die DZLM-Projekte „Kinder rechnen anders“ (KIRA) und „Primarstufe Mathe kompakt“ (primakom), die ebenfalls wissenschaftlich fundierte Materialien und Methoden für die Unterrichtspraxis anbieten.

Flankierend zu dieser Weiterbildungsmaßnahmen bietet das NLQ zwei Fachtagungen an, die sich an Fachseminarleitungen und Schulleitungen richten.

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