#Varoufake

Fake - falscher Fake - Satire und Medienwirklichkeit

Der "Fall Varoufake“ eignet sich hervorragend, um darüber zu diskutieren wie leicht Bewegtbilder heute manipuliert werden können, wie in Medien häufig mit Bildern gearbeitet wird und wie Medien (Presse) den  Fall zum Anlass nehmen, um ihr eigenes Handeln zu legitimieren bzw. zu reflektieren.

Im März 2015 konfrontierte Günter Jauch den damaligen griechischen Finanzminister Giannis Varoufakis in seiner Sendung mit dem Ausschnitt einer Rede von Varoufakis, in der er Deutschland den Stinkefinger gezeigt haben soll. Alles Fälschung, sagte Varoufakis.

Und dann behauptete Jan Böhmermann, die Redaktion seiner ZDFneo-Sendung "Neo Magazin Royale" hätte alles nur gefälscht. Tagelang wurde über den Fake oder den Fake des Fakes diskutiert: Was stimmte, was nicht?
 

Alles echt? – Varoufakis Fake Finger Video – Statement von Jan Böhmermann

"Unser Video ist zu 100 Prozent echt. Wer das Gegenteil behauptet ist ein Lügner. Als Entschuldigung und Zeichen des guten Willens gegenüber unseren europäischen Freunden sollten Günther Jauch und die Redaktion der „Bild“-Zeitung umgehend die Euro-Zone freiwillig verlassen. Die Unterstellung, dass das Video ein von uns manipulierter Fakefakefakefakefake sei, ist absolut haltlos. Niemals würden wir die notwendige journalistische Debatte über einen zwei Jahre alten aus dem Zusammenhang gerissenen Stinkefinger und all diejenigen die diese Debatte ernsthaft öffentlich führen derart skrupellos der Lächerlichkeit preisgeben."

Böhmermanns #Varoufake holt Grimme-Preis

Jan Böhmermann und seine Crew bekamen 2016 für den "#Varoufake" den Grimme-Preis in der Kategorie "Unterhaltung/Spezial/Innovation. "Es ist Jan Böhmermann und seinem brillanten Team zu verdanken, dass es für die deutsche Medienlandschaft 2015 einen Moment des Innehaltens gab. Einen winzigen Moment nur, aber immerhin, den gab es", steht in der Jury-Begründung."
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