3. Niedersächsische Tage der Medienpädagogik 1997 in Wolfsburg

 

„Datenautobahn“, „Internet“ und „Multimedia“ sind einige der wichtigsten Schlüsselbegriffe in der gegenwärtigen Diskussion um Schule und Bildung. Ob von Medien-, Informations- oder Wissensgesellschaft die Rede ist, immer richtet sich die Aufmerksamkeit auf die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechniken - als Motor und Folge des gesellschaftlichen Wandels. Medienkompetenz wird zu einer Schlüsselqualifikation der Zukunft.

In dieser Diskussion verengt sich oft der Blick: Gesehen werden entweder die wirtschaftlichen Chancen oder die kulturellen Risiken. Geschichtsblind spekuliert man aus dem Hier und Jetzt über die Zukunft, ohne den nötigen Rückblick auf die Vergangenheit.

Die 3. Niedersächsischen Tage der Medienpädagogik wollen ein Forum für die Auseinandersetzung mit der Entwicklung von Medien und Kommunikationskultur bieten. In Vorträgen, Diskussionen und Workshops sollen Entwicklungstendenzen in den Bereichen von Literatur, Kunst, Musik und Technik aufgezeigt und Möglichkeiten zur Vermittlung von Medienkompetenz vorgestellt werden. Verbunden damit ist die Vorstellung, daß Schule zu einem Ort der Medien- und Kommunikationskultur werden kann.

Ein vielfältiges Angebot von interessanten Aktionen wird aufzeigen, daß die Beschäftigung mit Medien nicht nur intellektuell spannend, sondern auch unterhaltsam sein kann, Kreativität fordert und fördert. So sind geplant:

  • Zeitpfade in die Vergangenheit der Medien
  • Erfahrungsräume für alle Sinne
  • Medienmärkte
  • Kultur als Medienerlebnis

Das Programm der 3. Medientage mit seinen vielen Facetten zeigt, welche innovativen Impulse für schulische und außerschulische Bildung von einer Integration der Medienpädagogik ausgehen können, wenn man sich auf ein medienpädagogisches Gesamtkonzept einlässt. Medien- und Kommunikationskultur leben von der Vielfalt medialer Ausdrucksformen. Buch und Computer, Video und Internet stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern ergänzen sich und können zur Erweiterung unseres Informations- und Erfahrungshorizonts beitragen. Die für die Dritten Medientage typische Mischung aus pädagogisch-wissenschaftlichen und künstlerisch-kulturellen Programmteilen soll neugierig machen auf die Erkundung der produktiven Spielräume, die durch die Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung der Medienlandschaft eröffnet werden. Die nachhaltigste Art der Medienkritik ist die phantasievolle Aneignung der Medien für selbstgesetzte Zwecke. Die Lernwege und Suchpfade, auf denen man sich durch das Programm bewegen kann, sind nicht vorgegeben. Das Programmheft mit seinen ausführlichen Hinweisen zu den einzelnen Veranstaltungen bietet eine Navigationshilfe und soll anregen, bisher noch nicht betretene Gebiete unserer Medienlandschaft zu erkunden.

 

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