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Begründung:
Comics sind als Leitmedium für das „Geschichten-Erfinden“
besonders geeignet:
· Sie sind Kindern in aller Regel bekannt
· Sie sind außerordentlich beliebt
· die motivierenden, witzigen Figuren der Comics fordern zur Nachgestaltung
auf
· Comics erzählen Geschichten
Darüber hinaus eignen sich die Bildelemente von Comics auch dazu,
bereits vorliegende Stoffe, z. B. aus der Kinderliteratur zu bebildern,
bzw. zu „illustrieren“.
Schwierigkeiten:
Die Beschäftigung mit Comics bleibt häufig bei der Analyse
stehen und nutzt deren kreatives Potential kaum. Das kann verschiedene
Gründe haben:
- kaum jemand in einer Klasse kann witzig und treffend zeichnen
- das Zerlegen vorher erdachter Geschichten in Einzelbilder ist ein schwieriger
Prozess
- eine erdachte Comic-Geschichte läuft leicht „aus dem Ruder“
und entartet dann zu einer unendlichen Geschichte, für die es keinen
vernünftigen Schluss mehr gibt
- die Versprachlichung von Comics beschränkt sich häufig auf
reine Lautierung ( „Grunz“, „Brumm“) . Verbindende
und erklärende Texte werden, wenn irgend möglich, vermieden.
Beschreibung des Arbeitsmaterials:
Das vorliegende Arbeitsmaterial enthält nur ein begrenztes
Angebot von Figuren, Hintergründen, Gegenständen und verschiedenen
anderen Comicmotiven. Dennoch bietet es ausreichend Grundlage für
vielfältige Erzählstränge. Zwei Erzählstränge
sind durch eine Vorauswahl der Motive weitgehend vorgegeben (Piraten
, Wildwest) Zu „Piraten“
gibt es zudem als Beispiel eine begonnene Comicfolge
als ppt.
Um ein weitgehend offenes Angebot handelt es sich bei „Tolle
Figuren“. Dieses offene Angebot kann noch dadurch erheblich
erweitert werden, wenn neue Figuren/ Gegenstände/ Hintergründe
entwickelt werden z. B. als Schülerzeichnungen und passend zu einer
Lesebuchgeschichte oder zu einem Kapitel eines Buches.
Verwendung des Arbeitsmaterials:
Das Prinzip der Begrenzung gilt nicht nur für die Menge der
Motive, sondern sollte auch für die Länge der Geschichte gelten:
Mehr als 12 Motive erscheinen wenig ratsam. Das bereitgestellte Arbeitsmaterial
sollte so verwendet werden, dass nach einer gemeinsamen Einführung
die „künstlerische“ Arbeit am Comic erfolgt. Durch diesen
Handlungsprozess wird ein Erzählfaden evoziert, der zu einer sinnvollen
Geschichte führen kann. Eine vorher vorgenommene Festlegung auf eine
Geschichte sollte vermieden werden, weil sich dann die Arbeit am Comic
lediglich auf die Umsetzungsprozesse konzentriert und kreative Einzelschritte
kaum mehr möglich wären. Ein möglicher Unterrichtsverlauf
könnte so aussehen:
· Gespräche über Comics; die Elemente eines Comics sollten
bekannt sein.
· Mindestens zwei auf DIN A 3 vergrößerte Hintergründe,
einige Personen, Gegenstände und Sprechblasen stehen zu Beginn des
Unterrichtsgespräches zur Verfügung. Gemeinsam wird ein Comic-Bild
entwickelt: Auf den Hintergrund wird eine Figur geklebt, ein Gegenstand,
eine Sprechblase.
Somit wird zweierlei erreicht: Das Prinzip des Zusammenfügens von
Elementen, das später für die Arbeit am PC wichtig ist, wird
erkannt. Gleichzeitig wird gedanklich ein Erzählkern entwickelt,
der ausgestaltet werden kann. In dieser Ausgestaltung könnte dann
das gemeinsam entwickelte Bild Anfang, Höhepunkt oder Schlussbild
sein.
· Mit einem Beamer wird der Prozess des Bilder - Machens am PC
verdeutlicht. Dabei sollte eine kurze Einführung in PowerPoint vorausgegangen
sein. An dieser Stelle Power Point einzuführen, würde die Konzentrationsfähigkeit
der Klasse überfordern und von der Geschichte ablenken.
· Die Schüler arbeiten in Gruppen oder allein an einem Comic.
· Wenn die Arbeit an der Bildfolge abgeschlossen ist, werden die
entstandenen Produkte vorgestellt. Bei der Vorstellungsrunde erzählen
sowohl die „Künstler“ als auch die „Leser“
die dargestellte Geschichte. Aus diesen Erzählungen entsteht dann
die Textgestaltung der einzelnen Episoden .
Die Arbeit mit PowerPoint
Power Point ist ein umfangreiches Präsentationsprogramm und
kann an dieser Stelle nicht ausführlich dargestellt werden. Zur Gestaltung
eines Comics ist dies aber auch nicht notwendig . Er kann schon mit einigen
wenigen Bedienungsanweisungen realisiert werden. Für Fortgeschrittene:
Die Herstellung eines Comics ist auch mit dem Programm „word“
möglich. Allerdings erfordert die Arbeit mit diesem Programm einen
erheblich größeren Aufwand.
Sie finden hier den obigen Text
und eine Anleitung für die Arbeit mit den Comic-Elementen als pdf-Datei.
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