Mit Bildern Geschichten erzählen -
zum Beispiel Krimis



Krimis sind Lieblingslektüre ! Diese Feststellung gilt nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder und Jugendliche, die sich oft gerne gleich „serienweise“ ins Krimivergnügen stürzen. Dabei wird die Faszination wohl aus der Spannung bezogen, die den Rezipienten erfasst, wenn er bei der Auflösung eines Verbrechens gleichsam „mitmacht“: Eigene Vermutungen werden im Verlauf der Handlung bestätigt oder widerlegt, die Handlungsweise anderer am Krimi beteiligter Personen kritisiert oder unterstützt – bis die Lösung des Falles den Spannungsbogen beendet.

Da Krimis Massenlektüre sind, ist es nicht verwunderlich, wenn sie im Rahmen von Schreib- oder Erzählwerkstätten eine große Rolle spielen. Dabei sind natürlich diejenigen Schülerinnen und Schüler im Vorteil, die über ein genügend großes Repertoire an (schrift-)sprachlichen Möglichkeiten verfügen.

Durch die Bereitstellung eines Bilder-Pools sowie der Einbeziehung einer einfachen Video-Schnitttechnik lassen sich die erzählerischen Mittel jedoch erheblich erweitern: Der Wunsch, einen möglichst logischen Krimi zu erzeugen, setzt ein genaues „Bild“ -lesen voraus, die ausgedachte Geschichte zwingt zum Eliminieren von Bildmaterial, Spannung und Gefühle müssen mit „film- sprachlichen Mitteln" zum Ausdruck gebracht werden.



Arbeitsmaterialien:

· Eine Videokassette (in den Formaten VHS, SVHS und Mini DV erhältlich) mit 40 Videoeinstellungen (12,20 Min.), und drei Schnittbeispiele a 1,30 Min.
· 1CDRom mit Arbeitsmaterialien :
o Sichtungsprotokoll mit Bildern
o Informationen zur Filmgestaltung
o Arbeitsblätter zu Einstellungsgrößen und Kameraperspektiven
· Digitales Schnittsystem
· Monitor,
· Beamer




Diese Materialien sind bei den zuständigen Medienzentren/ Kreis- Stadtbildstellen zu beziehen http://www.laknds.de/mznds/res800/nds.htm


Inhalt des Videomaterials:

Das Videomaterial enthält auf 40 Einstellungen Motive, die zur Konstruktion einer Kriminalgeschichte verwendet werden können. Diese Motive sind z.T. bereits mit wörtlichen Reden bzw. Geräuschen unterlegt. Die Schwierigkeit, aber auch der Reiz dieser Motivsammlung liegt darin, dass nicht auf den ersten Blick erkennbar wird, wie die Geschichte verläuft. Eine Auswahl ist also notwendig. Jede Einstellung ist durch eine Schwarzphase von der nächsten getrennt, damit der Zuschauer die Einstellung besser wahrnehmen und ganz verschieden kombinieren kann.


Möglicher Verlauf:

· Unterrichtsgespräch: „Krimis“
· Sichtung des Videomaterials
· Reaktionen der Gruppe; Beschreibung der Personen: Prof. Stanton, Myra, Illmann, Mann
· Sichtung eines oder mehrerer Schnittbeispiele. Die Gruppe bewertet die Beispiele und begründet ihre Entscheidungen.
Dabei werden Grundbegriffe der Filmsprache eingeführt. (Einstellungsgrößen, Perspektiven, Montage)
· Das Sichtungsprotokoll „Krimi“ wird als Grundlage für eine eigene Geschichte bearbeitet: Festlegung der Bilder, Reihenfolge der Motive
· Einführung in die digitale Schnitttechnik
· Montage der einzelnen Einstellungen auf der Grundlage des bearbeiteten Sichtungsprotokolls.
· Gegebenenfalls Nachvertonung mit Musik und Geräuschen.
· Präsentation mit Beurteilung nach Aufbau und Wirkung.



Hinweis:

Das Videomaterial ist vom „Medienmobil“ entwickelt worden. Es darf für Schulungszwecke kostenfrei kopiert und weitergegeben werden. Sie können das Material bei Ihrer örtlichen Medienstelle entleihen.



Krimi-Sichtungsprotokoll als word-Datei



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Georg Wippler, wippler@nils.nibis.de