Erhebungsverfahren zum Bereich der psychosozialen Belastungen
Neben den nationalen und internationalen Erhebungen zu berufsbedingten psychischen und psychosozialen Belastungen und Erkrankungen gibt es auch Instrumente, um das individuelle Risiko einzuschätzen. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet alle Betriebe und Dienststellen - also auch die Schulen - eine umfassende Beurteilung der Gefährdungen des Arbeitsplatz vorzunehmen.
An niedersächsischen Schulen werden u. a. folgende standardisierte und teilstrukturierte Verfahren eingesetzt:
Verfahren
Hinweise
Bugis R2011 (Beteiligungs- und umsetzungsorientierte Gefährdungsbeurteilung in Schulen)
Standardisierter Fragebogen
Kollegien ab ca. 20 Lehrkräften / Landesbediensteten
Mit dem Bugis-Verfahren steht ein Befragungsinstrument zur Verfügung, das theoretisch begründet und empirisch abgesichert den aktuellen gesundheitswissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht. Es versteht sich als Instrument, schulrelevante Belastungen datengestützt zu erfassen, um schulinterne Prozesse zum Gesundheitsmanagement zu unterstützen und gleichzeitig belastungsrelevante Beanspruchungen als „Grobscreening“ zu dokumentieren.
AVEM
(Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster)
Fragebogen zur Erfassung des persönlichen beruflichen Belastungs - und Beanspruchungsmusters
Als klinisches Verfahren für den schulischen Einsatz in einem Kollegium nur geeignet bei absoluter Freiwilligkeit und Begleitung durch einen klinisch erfahren Arbeitspsychologen/ Arbeitspsychologin