Rückblick

Unterrichten mit Maschinen/ Sicherheit im Fachpraxisunterricht  Bautechnik

von Mo. 22.03.04 bis zum Fr.26.03.04 

Montag Orga Recht Gefahrstoffe

Dienstag PC- Arbeit Rückenschule
Mittwoch Unterricht mit Maschinen
Lernsituation Schlüsselbrett Lernsituation Holzbock
Donnerstag Unterricht mit Maschinen
Lernsituation Holzbock Lernsituation Schlüsselbrett
Freitag Vorstellung der Unterrichtskonzepte
Freifallmischer Flächenrüttler Baukreissäge

 

 

 Inhalt

Anmerkungen


Teilnehmer
:27 Lehrer für Fachpraxis aus den
Berufsbildenden Schulen des gesamten W/E Gebietes

Tagungsraum (Trakt 5), PC- Raum (Trakt 9)  und
Werkstätten (Trakt 7) in der BBS Ammerland in Rostrup

              

Unterkunft und Verpflegung im Internat des BAU ABC Rostrup waren sehr gut.
 


Es gab einige Irritationen im Vorfeld bezüglich der Einladungen. 

Der organisatorische Rahmen wurde von allen Teilnehmern insgesamt positiv bewertet.

Die Veranstaltung wird unterstützt von der BG- Bau Hannover

 
Power- Point unterstützter Vortrag von Herrn Wefer als
Fachkraft für Arbeitssicherheit an Schulen: 

  • Arbeitsschutz- Verständnis
  • Zuständigkeiten im Bereich Schule
  • Aufgaben der Fachpraxislehrer
  • Hilfestellungen
  • Informationsmöglichkeiten

      

Herr Schippmann (Rechtsexperte Bez. Reg. Weser/ Ems)
hält einen Einführungsvortrag über die Aufsichtspflicht  der
Lehrer und erklärt dabei die:

    

  • Aufsichtspflicht als Dienstpflicht
  • Übertragung der Aufsichtspflicht
  • Organisation der Aufsicht
  • Anforderungen an die Aufsicht (kontinuierlich, präventiv und aktiv)

Herr Meyer (Schulleiter BBS II Oldenburg) beschreibt das
Sicherheitskonzept der BBS II in Oldenburg und berichtet
über ein Rechtsverfahren nach einem schweren
Schülerunfall.

Frau El Moussaomi (Referendarin)  hält einen Vortrag über
Haftung und  Regress bei  Fehlverhalten von Lehrern.
 


Das dazugehörige Arbeitspapier liegt den Teilnehmern vor.
 

 

 

Jeder Schule ist eine Fachkraft für Arbeitssicherheit zu geordnet. Dieser kann angefordert werden und die Kollegen vor Ort unterstützen.

 

 

 

 

 


In einer anschließenden Diskussion zwischen den Lehrern für Fachpraxis, Herrn Schippmann, Herrn Meyer und Frau Bennhold- Rohwer wurde deutlich, dass die Anforderungen an die Aufsicht unbedingt erfüllt werden müssen.

Das heißt z.B., dass sich die Schüler während der Pausen nicht unbeaufsichtigt in den Fachpraxisräumen aufhalten dürfen. Die Räume sind zu verschließen!

Wer seine Aufsichtspflicht verletzt, handelt grob fahrlässig!

Viele konkrete  Fragen der Fachpraxiskollegen konnten nur in einem allgemeinen Kontext  beantwortet werden. Rezeptartige Verhaltensweisen kann es nicht geben, der Einzelfall ist zu prüfen.

 

 

 

 

Die Referenten stellen ihre Arbeitspapiere zur Verfügung.


 Power- Point unterstützter Vortrag über Gefahrstoffe von
 Herrn Harmening,  Herrn Ahrens und Herrn Dr. Tietze von der
 BG- Bau Hannover:
  • Chemikaliengesetz
  • Gefahrstoffverordnung
  • Technische Regeln für Gefahrstoffe
  • Unfallverhütungsvorschriften
  • Definition, Kennzeichnung, gefährlicher Stoffe
  • Aufnahmewege, Zielorgane, Grenzwerte bei Vergiftungen
  • Rangfolge der Schutzmaßnahmen
  • Sicherheitsdatenblätter, Betriebsanweisungen
  • Unterweisung, Gefahrenabwehr

                   


Die Teilnehmer erhalten ausgiebiges und informatives Arbeitsmaterial von der BG- Bau.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit konnte das interessante Thema nicht ausführlich genug behandelt werden.

Der Vortrag bereitete die Teilnehmer auch auf die Erstellung von Betriebsanweisungen am PC vor.

 

 

 

 

 

 

 


 

Herr Harmening stellt den Powerpoint Vortrag als Datei zur Verfügung.

Inhalt

Anmerkungen

Anwendung von CD- Roms der Bau Berufsgenossenschaften zum Thema Betriebsanweisungen für Gefahrstoffe und Maschinen
  • Bau - BG's allgemein
  • Arbeitsschutzorganisation & Gefährdungsanalysen
  • Wingis 2.3

Herr Harmening demonstriert und erklärt die Anwendung der CD- Roms.


Die Teilnehmer erstellten eine Betriebsanweisung für den Freifallmischer.

Die Betriebsanweisungen sollten von einer Fachkraft für Arbeitssicherheit begutachtet werden.

Im Vorfeld müssen Absprachen bezüglich des  Speicherplatzes auf den Festplatten getroffen und Leerdisketten zur Verfügung gestellt werden, um Ergebnisse besser sichern zu können.

Einführung in die medizinischen Grundlagen zur Rückenschule durch Herrn Dr. Tietze.
 


 
Bautypische Lastenmanipulationen in den Werkstätten. Verbale Rückmeldung durch Herrn Ahrens und Herrn Dr. Tietze, visuelle Rückmeldung durch Videoaufnahmen.

    

Herr Ahrens demonstriert typische Maurerarbeiten rückengerecht.

Die direkte Videoanalyse vor Ort war sehr sinnvoll, da die Bewegungen und die Korrekturen für den Probanten direkt sichtbar wurden. Die "Innensicht" konnte mit der "Außensicht" verglichen werden.

 

  • Den Körper möglichst nahe und frontal zum Gegenstand heranstellen, den Lastarm verkürzen

  • Bewegungssektor bilden

  • Die Beine bis max. 90° beugen

  • Das Gesäß nach hinten schieben, das Becken nach vorne kippen, gerader Rücken

  • Das Gewicht prüfen, die Körperspannung darauf einstellen

  • Das Gewicht gleichmäßig anheben

  • Das Gewicht nahe am Körper, den Lastarm verkürzen

 


Unterricht/ Unterweisung an Maschinen zur Holzbearbeitung am Beispiel der Lernsituation Schlüsselbrett.

Ablauf:

(01)  Handkreissäge: Einweisung, zuschneiden

(02) Formatkreissäge: Einweisung, besäumen

  

(03) Abrichthobelmaschine: Einweisung, eine Bezugsfläche
       abrichten.

(04) Formatkreissäge: Am Parallelanschlag die Bretter auf Breite
       sägen, Einsatz Schiebestock.

(05) Dickenhobelmaschine: Einweisung, die Bretter auf Breite und
        Dicke hobeln.

     

(06) Formatkreissäge: Sägeblattwechsel, Bretter werden abgelängt.

   

(07) Bandsäge: Einweisung, Bandsägeblattwechsel, nach Riss die
        Form aussägen.

   

(08) Kantenschleifer: Einweisung, die Kanten werden geschliffen.

(09) Bandschleifer: Einweisung, die Oberflächen werden geschliffen.

   

(10) Handoberfräse: Einweisung, rundherum das Profil fräsen.

   


Herr Hobbie leitet den Lehrgang. Alle Teilnehmer lobten die Fachkompetenz und die ruhige Vorgehensweise von Herrn Hobbie.

 

Aufgrund der Gruppengröße mussten Wartezeiten an den Maschinen in Kauf genommen werden.

 

Die Holzwerkstatt der Berufsbildenden Schule Ammerland in Rostrup wurde in Zusammenarbeit mit der GUV- Oldenburg eingerichtet.

 

  • Markierte Standzonen für Schüler (grün)

  • Markierte Gefahrenzonen (rot)

  • Markierte Arbeitszonen (gelb)

  • Arbeitssicherheitshinweise über jeder Maschine

  • Betriebsanweisung an jeder Maschine

  • Verbots- Hinweis- und Warnzeichen

         

 

Herr Hobbie stellt seinen Ablaufplan für die Unterweisung zur Verfügung.

Die Unterweisung dauerte mit der Gruppe Lehrer für Fachpraxis 7 Zeitstunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • frühzeitig Tischeinlage wechseln
    (wenn sie nicht mehr bündig mit der Tischoberfläche ist oder beiderseits der Schnittfuge ein Spalt von
    > 3mm vorhanden ist)

 Inhalt Anmerkungen


(1) Herr Bohse stellt die Lernsituation Holzbock anhand von
      Zeichnungen und eines originalen Holzbockes vor.

(2) Die Maschinen werden für bestimmte Arbeiten zur Herstellung des
      Holzbockes zugeordnet.
(3) Die vorgesehenen Maschinen werden begutachtet.

 

(4) Erarbeitung der Regeln zur Arbeitstechnik und Arbeitssicherheit
     anhand bereitgestellten Informationen.
(5) Vorstellung und Korrektur der theoretischen Ergebnisse

(6) Demonstration und erste Übungen

 

(7) Fertigung des Holzbockes

 


Bei der Lernsituation Holzbock wird ein  Handlungsorientierter Unterricht angestrebt!

Materialien:
  • Holzbock original
  • Zeichnungen Holzbock
  • Arbeitsblätter zur UVV
  • Informationsblätter zur Maschinenkunde
  • Kanthölzer, Tischlerplatte

Maschinen:

  • Kettenstemmmaschine
  • Zapfenschneidemaschine
  • Bandsäge
  • Handbohrmaschine

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bereitstellung und die Begutachtung der Maschinen vor weg war sehr motivierend und regte zu vielen Fachgesprächen unter den Kollegen an.

 

 

 

 

 

 

 

 

Für Besprechungen und Planungsarbeiten wäre es sinnvoll, in den Fachpraxisräumen Sitzecken ein zu richten.

 

 

 

 

 

 

 

  • das Stemmen auf Böcken als ergonomisch günstige Arbeitshöhe

 

 

 


 

 

  • Herstellung des Holzbockes nach den Zeichnungen von Herrn Bohse

 

Alle Teilnehmer waren mit der Vorbereitung, dem Ablauf und den Materialien der Lernsituation Holzbock zufrieden. Der zeitliche Umfang betrug 6,5 Zeitstunden.

 

Inhalt Anmerkung
 
Ablauf der Konzepte Freifallmischer/ Baukreissäge/ Flächenrüttler.

(1) Aufteilung der Lerngruppe in drei Kleingruppen

  • Gruppe 1: Bekommt Aufgaben zur Maschinenkunde

  • Gruppe 2: Bekommt Aufgaben zur Arbeitssicherheit

  • Gruppe 3: Bekommt Aufgaben zur Arbeitstechnik

(2) Die Gruppen bekommen Informationen und bearbeiten
      die Aufgaben.

(3) Die Ergebnisse werden vorgestellt, korrigiert und ausgetauscht.

(4) Trockenübungen unter Aufsicht des Lehrers an den Maschinen.

(5) Übungen unter Aufsicht des Lehrers und gegenseitiger
     Schülerkontrolle.

 


Bei den Unterrichtskonzepten zur Einführung der Maschinen

  • Flächenrüttler

  • Baukreissäge

  • Freifallmischer

wird ein  Handlungsorientierter Unterricht angestrebt, der sich, losgelöst von vorgegebenen Projekten, in den Unterricht der Kollegen vor Ort integrieren lässt.

Pro Maschine müssen ca. 3- 4 Schulstunden eingeplant werden.

 

Das Konzept Freifallmischer (pdf) kann herunter geladen werden.

Auf Anfrage können Materialien und Fotos zur Fortbildung bestellt werden.