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Nach den Ergänzenden Bestimmungen zur Verordnung über berufsbildende Schulen
(EB-BbS-VO ist der Unterricht in den berufsbildenden Schulen in Niedersachsen nach dem
didaktischen Konzept der Handlungsorientierung durchzuführen. Der Unterricht ist danach
nach Lernfeldern zu erteilen.
Die Struktur von Lernfeldern wird in den "Handreichungen
der Kultusministerkonferenz (KMK) für die Erarbeitung von Rahmenlehrplänen ... "
wie folgt erläutert:
"Lernfelder sind didaktisch
begründete und für den Unterricht aufbereitete Handlungsfelder. Es sind durch
Zielformulierungen, Inhalte und Zeitrichtwerte beschriebene thematische Einheiten, die an
beruflichen Aufgabenstellungen und Handlungsabläufen orientiert sind. Aus der Gesamtheit
aller Lernfelder ergibt sich der Beitrag der Berufsschule zur Berufsqualifikation."
"Rahmenlehrpläne mit Lernfeldstrukturierung entsprechen den Entwicklungen der
berufspädagogischen Bezugswissenschaften. Ergebnisse von pädagogischen und
psychologischen Forschungen legen ebenfalls nahe, Lehrpläne nach dem Konzept der
Handlungsorientierung auszurichten. Für erfolgreiches, lebenslanges Lernen sind
Handlungs- und Situationsbezug sowie die Betonung auf eigenverantwortliche
Schüleraktivitäten erforderlich. Die Vermittlung von Orientierungswissen,
systemorientiertes Denken und Handeln, das Lösen komplexer und exemplarischer
Aufgabenstellungen sowie vernetztes Denken werden mit einem handlungsorientierten
Unterricht in besonderem Maße gefördert. Deshalb ist es unverzichtbar, die jeweiligen
Arbeits- und Geschäftsprozesse in den Erklärungszusammenhang zugehöriger
Fachwissenschaften zu stellen." (vergl.: KMK, Handreichungen für die Erarbeitung von
Rahmenlehrplänen der Kultusministerkonferenz für den berufsbezogenen Unterricht in der
Berufsschule ..., Stand: Febr. 1999)
"Mit den "Handreichungen für die Erarbeitung von Rahmenlehrplänen
..." hat die Kultusministerkonferenz (KMK) mit dem Lernfeld-Konzept eine didaktische
Struktur der Lernziele und Lerninhalte vorgegeben, welche die angestrebte Handlungsorientierung des Unterrichts
curricular unterstützen soll. Die zugrundeliegende
Idee ist, bei der Planung von Lehr-Lern-Arrangements nicht von fachsystematischen
Inhaltskatalogen auszugehen, sondern von beruflichen Handlungsfeldern und diese
theoretisch aufzuklären. Hierbei sind Lernfelder nicht einfach in den Unterricht
"abgebildete" berufliche Handlungsfelder, sondern didaktisch-methodische
Konstrukte, die durch Reflexion und Rekonstruktion beruflichen Handelns gewonnen
werden." (Bader, Reinhard: Das Lernfeld-Konzept in den Rahmenlehrplänen, in: Die
berufsbildende Schule 1998, S. 211, Heckners Verlag Wolfenbüttel)
"Für den Unterricht in den berufsbildenden Schulen sind die beruflichen
Handlungsabläufe und Aufgabenstellungen unter Einbeziehung fachwissenschaftlicher Anteile
didaktisch und methodisch aufzubereiten. In besonderen Fällen können innerhalb von
Lernfeldern thematische Einheiten unter fachwissenschaftlichen Gesichtspunkten vorgesehen
werden. In jedem Fall ist auch für solche Einheiten der Zusammenhang mit dem
Arbeitsprozess deutlich zu machen." (vergl.: KMK, Handreichungen für die Erarbeitung
von Rahmenlehrplänen der Kultusministerkonferenz für den berufsbezogenen Unterricht in
der Berufsschule ..., Stand: Febr. 1999).
Veröffentlichungen
zum Thema: "Lernfelder" |
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